Einige Anmerkungen zur Vorgeschichte des 2. Weltkrieges

Bis zum 1. Weltkrieg waren Großbritannien, Frankreich, das Russische Kaiserreich, Österreich-Ungarn und das Deutsche Kaiserreich Europas bestimmende Großmächte.
Dieses Mächtesystem brach durch die Niederlage des Russischen Reiches, des Habsburgerreiches und des Deutschen Kaiserreiches zusammen.
Die Siegermächte des 1. Weltkrieges, Großbritannien, Frankreich und Italien, teilten Europa in mehreren Friedensverträgen, den Pariser Vorortverträgen, neu auf.
Der mit dem neuen republikanischen Deutschland (Weimarer Republik) geschlossene Friedensvertrag von Versailles war kein Werk der gegenseitigen Verständigung und des Ausgleiches zwischen Siegern und Besiegten, sondern hauptsächlich der Versuch, die machtpolitische und wirtschaftliche Stärke Deutschlands auf ein „erträgliches europäisches Maß“ zu reduzieren.
Der Versailler Vertrag wurde den Besiegten praktisch ohne Zubilligung aktiver Teilnahme diktiert. Deutschland wurde die alleinige Kriegsschuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges zugewiesen, und es sollte, auf dieser Argumentation basierend, jahrzehntelang, umfangreiche Reparationszahlungen leisten. Die deutsche Armee wurde unter Verbot der Haltung von Flugzeugen, U-Booten, Panzern und schweren Waffen auf 100.000 Mann begrenzt. Adolf Hitler überging die weiteren Beschränkungen, wie die Begrenzung auf ein 100.000-Mann-Heer.
Den Nationalsozialisten ging es um eine Neuverteilung der politischen und ökonomischen Einflusssphären in Europa, um Lebensraum und Hegemonie. Die Nachwirkungen der Weltwirtschaftskrise erschütterten die europäischen Westmächte. Die 1929 einsetzende Weltwirtschaftskrise führte zu einem Zusammenbruch des Welthandels und traf damit Deutschland schwer – die lebenswichtige Einfuhr konnte nicht mehr durch Ausfuhren finanziert werden. Deutschland hatte damals einen lebenswichtigen Bedarf an Nahrungsmittel- und Rohstoffimporten. Diese mussten durch Export finanziert werden. Dieser Exportdruck verschärfte sich durch die Gebietsabtretungen gemäß dem Versailler Vertrag. Aus diesem Dilemma entstand die Idee der Autarkie als Alternative zum weltwirtschaftlichen Freihandelsprinzip. Hitler wollte die Rüstung forcieren und setzte ganz auf Autarkie, die ohne territoriale, erwahrtbar militärische Expansion nur teilweise erreicht werden konnte.
Eine Missernte 1934, Bürokratisierung und Ineffizienz des Reichsernährungsministeriums hatten im Herbst 1935 zu Lebensmittelknappheit geführt. In der Folge hatten Lebensmittelimporte kurzzeitig Vorrang vor Rohstoffimporten für die Rüstungsindustrie, die nun den wirtschaftlichen Aufschwung wesentlich trug. 1938 hatte Deutschland nahezu alle europäischen Länder wirtschaftlich weit überflügelt.

Hitler gelang die Machtübernahme am 30. Januar 1933; danach betrieb er radikal – auch mit Hilfe seiner paramilitärischen Verbände SA und SS – eine Gleichschaltung vieler gesellschaftlicher Bereiche. Das NS-Regime erfreute sich nach 1933 vor allem aufgrund sozialpolitischer Maßnahmen und außenpolitischer Erfolge wachsender Zustimmung in der deutschen Bevölkerung. Nur vier Tage nach seiner Ernennung zum Reichskanzler hatte Hitler am 3. Februar 1933 vor den ranghöchsten Offizieren der Reichswehr über die gewaltsame Eroberung von „Lebensraum im Osten“ gesprochen.
Am 10. August 1939 hatte der Chef des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS (SD) Reinhard Heydrich dem SS-Sturmbannführer Alfred Naujocks befohlen, einen Anschlag auf die Radiostation bei Gleiwitz vorzutäuschen und es so erscheinen zu lassen, als seien Polen die Angreifer gewesen. Am 31. August erhielt Naujocks einen Anruf aus Berlin mit dem Codewort „Großmutter gestorben“. Gegen 20 Uhr drang Naujocks dann mit fünf oder sechs SS-Leuten mit Maschinenpistolen bewaffnet in Zivil – polnische Freischärler darstellend – in das Gebäude des Senders Gleiwitz ein. Der Völkische Beobachter schrieb „Der unerhörte Bandenüberfall auf den Sender Gleiwitz“, dass sich „die polnische Meute“ dazu habe „hinreißen lassen, die Reichsgrenze zu überschreiten, einen deutschen Sender zu überfallen“. Die Benutzung des Begriffes „Krieg“ war vom NS-Regime nach dem Überfall auf Polen aber ausdrücklich untersagt:
Die NS-Propaganda sprach von einer „Strafaktion“ wegen angeblicher Provokationen und Grenzverletzungen Polens.
Aus dem Hafen Swinemünde auf Usedom läuft am 24. August 1939 das deutsche Kriegs- und Schulschiff „Schleswig-Holstein“ aus – offiziell, um der freien Stadt Danzig einen „Freundschaftsbesuch“ abzustatten. Kapitän Gustav Kleikamp war bereits am 16. August zum Oberkommando der Marine nach Berlin gerufen und dort in die Angriffspläne gegen Polen eingeweiht worden. Die Schüsse der „Schleswig-Holstein“ gelten bis heute als Beginn des Zweiten Weltkriegs.
Deutsche Einheiten auf der Westerplatte bei Danzig griffen die polnische Armee an. In zwei Angriffskeilen stießen die Heeresgruppen Nord und Süd in einer umfassenden Zangenbewegung konzentrisch Richtung Warschau vor.
Deutsche Truppen erreichten am 8. September Warschau, das am 28. September kapitulierte.
Bereits auf dem Vormarsch in Polen ermordeten deutsche Truppen, aber auch spezielle „Einsatzgruppen“ der Polizei und der SS eine große Zahl polnischer Zivilisten und Kriegsgefangener.
Sondereinheiten des Reichssicherheitshauptamtes

Hitlers Äußerungen, nach denen ein neuer Krieg in Europa mit der „Vernichtung des Judentums“ enden würde, wurden kaum ernst genommen.
Der Terror in Polen richtete sich in besonderem Maße auch gegen die jüdische Bevölkerung, die in Ghettos zusammengepfercht wurde.
Danzig mit seiner mehrheitlich deutschen Bevölkerung ist nach dem Ersten Weltkrieg zum Freistaat unter dem Schutz des Völkerbundes erklärt worden, Danzig müsse „heim ins Reich“ so Propagandaminister Josef Göbbels.
Gemäß einem Geheimen Zusatzprotokoll des „Hitler-Stalin-Pakts“ vom August 1939 war die Rote Armee am 17. September 1939 in Ostpolen einmarschiert.

Hitler erklärt den Beginn des 2. Weltkriegs und den Pakt mit Stalin
Hitler erklärt den Beginn des 2. Weltkriegs und den Pakt mit Stalin

„Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen“. Bei seiner Reichstagsrede zum Kriegsbeginn am Vormittag des 1. September 1939, donnert Adolf Hitler immer wieder frenetischer Applaus entgegen.
Mit dem deutschen Überfall auf Polen 1939 begann der von Adolf Hitler seit langem geplante Krieg um „Lebensraum im Osten“.
Am 23. August 1939 hatten Verhandlungen Deutschlands mit der Sowjetunion begonnen, einen deutsch-sowjetischen Grenz- Freundschaft- und Nichtangriffsvertrag zu vereinbaren. Am 28. September 1939 unterzeichnete Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop ihn in Moskau. Die deutsche Interessenssphäre verschob sich damit nach Osten bis zum Bug. Damit sollte für das Deutsche Reich, die strategische Ausgangslage vor dem beabsichtigten Krieg gegen die Sowjetunion gesichert werden.
Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 beendete die deutsch-sowjetische Vereinbarung.

Wehrmachtssoldaten beim Abbau eines Schlagbaums an der Polnischen Grenze
Wehrmachtssoldaten beim Abbau eines Schlagbaums an der Polnischen Grenze

Der deutsche Überfall auf Polen bildete den Auftakt mit Kämpfen zunächst in Nord- und Westeuropa.
Zwei Tage nach Beginn des Angriffs auf Polen erfolgten die Kriegserklärungen Frankreichs und Großbritanniens an das Deutsche Reich.
Nach der Besetzung Dänemarks und Norwegens begann am 10. Mai 1940 mit der deutschen Westoffensive die Eroberung der Benelux-Staaten und Frankreichs.
Die Erfolge der Wehrmacht auf den Kriegsschauplätzen erzeugten in der Heimat eine spürbare Siegeseuphorie, die auch in den ersten Monaten nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 noch anhielt.
Die Pläne zur Eroberung Großbritanniens mussten nach hohen Verlusten für die deutsche Luftwaffe im Frühjahr 1941 aufgegeben werden.
Zur gleichen Zeit leistete Deutschland dem von britischen Truppen bedrängten Bündnispartner Italien in Nordafrika und auf dem Balkan militärische Unterstützung.
Damit sollte die strategische Ausgangslage vor dem beabsichtigten Krieg gegen die Sowjetunion gesichert werden.

Die deutsche Bevölkerung müsse von nun an auf einen Krieg eingestellt werden, forderte Hitler von der deutschen Presse, einen Tag nach dem „Novemberpogrom“ von 1938, das eine Vorstellung von dem aufkommen ließ, wozu die Nationalsozialisten fähig waren.

Deutsches Schützenregiment in Polen, 4. September 1939
Deutsches Schützenregiment in Polen, 4. September 1939

Der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg erfolgte nach dem Angriff auf Pearl Harbor und der Kriegserklärung Japans vom 7. Dezember 1941. Die Kriegserklärung Deutschlands und Italiens an die Vereinigten Staaten erfolgte am 11. Dezember.
Ein weiterer Nebenkriegsschauplatz wurde im Frühjahr durch den Balkanfeldzug eröffnet zur Sicherung der Südostflanke beim geplanten „Russlandfeldzug“ begannen am 6. April 1941 die deutschen Angriffe auf Griechenland und Jugoslawien. Sie wurde von den Truppen Italiens, Bulgariens und Ungarns unterstützt.
Für das Jahr 1941 verlangte Hitler den ursprünglich für Herbst 1940 vorgesehenen Krieg gegen die Sowjetunion und die Eroberung von „Lebensraums im Osten“.
Sondereinheiten des Reichssicherheitshauptamtes

Sowjetische Kriegsgefangene, 1941
Sowjetische Kriegsgefangene, 1941

Entgegen dem Rat führender Militärs suchte Hitler den „tödlichen Stoß“ gegen die Rote Armee auf den Flügeln auszuführen. Während die Heeresgruppe Süd Richtung Krim vorstieß, um das Erz- und Industrierevier im Donezbecken sowie kaukasische Erdölgebiete zu erobern, begann die Heeresgruppe Nord mit der Eroberung der Ostseebasen und der 900 Tage andauernden Belagerung von Leningrad, die Hunderttausenden von Eingeschlossenen den Tod brachte.
Erst für den 2. Oktober befahl Hitler den Angriff auf Moskau. In keiner Weise für die eisigen Temperaturen ausgerüstet, endete die Winterschlacht 1941/42 für die Wehrmacht in einer Katastrophe. Ende des Jahres 1941 war die deutsche Angriffskraft erlahmt. Die sowjetische Gegenoffensive setzte unmittelbar ein.
Der weitgehend auf Europa beschränkte Krieg weitete sich um die Jahreswende 1941/42 zu einem Weltkrieg aus. Vier Tage nach dem japanischen Angriff auf den US-Stützpunkt Pearl Harbour erklärte Hitler in völliger Überschätzung der militärischen Situation seinerseits am 11. Dezember 1941 den USA den Krieg.
Die Eroberung von Sewastopol leiteten Ende Juni die große Sommeroffensive der Heeresgruppe Süd zu den kaukasischen Ölfeldern ein. Die deutsche Machtausdehnung erreichte im Spätsommer 1942 ihren Höhepunkt, bevor die Wende des Kriegs einsetzte.
Am 22. November schlossen die Sowjets die deutsche 6. Armee im Kessel von Stalingrad ein.
Gezielt richteten sich die massiven Luftangriffe der britischen Royal Air Force in zunehmendem Maß gegen die Zivilbevölkerung, um deren Moral zu brechen.
An sämtlichen Kriegsschauplätzen ging das Gesetz des Handelns 1943 an die Alliierten über. Am 18. Februar, zweieinhalb Wochen nach der deutschen Kapitulation von Stalingrad, rief Propagandaminister Joseph Goebbels den „Totalen Krieg“ aus.

Großkundgebung der Nationalsozialisten im Berliner Sportpalast, 18. Februar 1943
Großkundgebung der Nationalsozialisten im Berliner Sportpalast, 18. Februar 1943

Die zunächst auf westdeutsche Städte wie Köln und Essen konzentrierten alliierten Flächenbombardements dehnten sich seit Beginn des Jahrs über ganz Deutschland aus.
An der Ostfront geriet die Wehrmacht 1943 vollständig in die Defensive. Ihre Rückzugsstrategie der „verbrannten Erde“ oder das sinnlose Verteidigen von nicht haltbaren Stellungen wurden nur noch gelegentlich von kleineren Teiloffensiven unterbrochen.
Der unmittelbar darauf einsetzenden sowjetischen Sommeroffensive 1943 in den südlichen Frontabschnitten zwischen Asowschem Meer und Dnepr gelangen dagegen tiefe Einbrüche in die deutschen Verteidigungsstellungen. Anfang November waren weite Teile der Ukraine einschließlich Kiews von der Roten Armee zurückerobert.
Im Mai erfolgte die Landung alliierter Truppen auf Sizilien.
Nachdem das kriegsmüde Italien Ende Juli 1943 Mussolini staatsstreichartig als „Duce“ abgesetzt und Deutschland im Oktober den Krieg erklärt hatte, musste sich die Wehrmacht dem alliierten Vormarsch in Italien, entgegenstellen.
Sämtliche Fronten verschoben sich 1944 in Richtung Deutsches Reich. Unter dem Druck der deutschen Niederlagen fielen die Bündnispartner von Deutschland ab: Rumänien (25. August), Bulgarien (8. September), Finnland (19. September).
Auch die deutsche Bevölkerung zweifelte 1944 zunehmend an dem vom NS-Regime unermüdlich propagierten „Endsieg“. Das gescheiterte Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler verschärfte aber nicht nur den innenpolitischen Terror durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo); Hunderte verhafteter und ermordeter Offiziere waren für die Wehrmacht nicht mehr zu ersetzen.
Die Sommeroffensive 1944 setzte konzentrisch gegen die Heeresgruppe Mitte an, der innerhalb von vier Wochen 28 ihrer 40 Divisionen verlorengingen. Durch einen gewaltigen Einbruch in die deutsche Mittelfront stieß die Rote Armee Richtung Ostpreußen und Weichsel vor. Anfang August kam sie 25 Kilometer vor Warschau zum Stehen. Dem beim Nähern der Sowjets von der nationalpolnischen Untergrundarmee entfachten Warschauer Aufstand verweigerte Stalin jedoch jede Hilfe in Form von Entlastungsoffensiven oder Luftunterstützung.
Sämtliche Frontabschnitte zwischen Ostpreußen und Karpaten konnten von den Deutschen aber Ende des Jahres ein letztes Mal stabilisiert werden.
Im Westen stießen 1,5 Millionen alliierte Soldaten nach der Invasion in der Normandie vom 6. Juni aufgrund einer enormen Luftüberlegenheit – und unterstützt durch Sabotageaktionen der Résistance – unaufhaltsam Richtung Deutschland vor. Nach der Befreiung Frankreichs scheiterte die Eroberung des Ruhrgebiets.
Zwar wurde am 21. Oktober Aachen als erste deutsche Großstadt von den Amerikanern eingenommen, doch der Frontdurchbruch an der Reichsgrenze misslang. Bei Wintereinbruch gelang der Wehrmacht unter Ausnutzung aller verfügbaren Reserven eine Stabilisierung der Westfront von der Schweizer Grenze bis zum Westwall. Mit der Ardennenoffensive Mitte Dezember versuchte das OKW (Oberkommando der Wehrmacht) in einer letzten Kraftanstrengung noch einmal vergeblich, dem Kriegsverlauf im Westen eine Wende zu geben.

Französisches Propagandaplakat, 1944
Französisches Propagandaplakat, 1944

Trotz eindringlicher Durchhalteparolen hielten die geschlossenen Frontlinien gegen die Übermacht der Angreifer nicht lange stand. Obwohl die Wehrmachtsverbände unmittelbar vor der sich abzeichnenden Niederlage kaum Auflösungserscheinungen zeigten, war ihre Kampfkraft erschöpft.

Am 19/21 April 1945 begannen erste Kampfhandlungen des 2. Weltkriegs in Barskamp.
Mit diesen Kämpfen hatten die Barskamper jedoch bereits gerechnet. Denn Ackerwagen waren bereits mit dem Nötigsten gepackt. Wertgegenstände wurden vergraben. Das gute Silberbesteck, Geschirr, feines Leinen und andere Gegenstände verschwanden in Kisten verpackt, unter der Erde. Alles in Dosen und Gläsern Eingemachte, konnte jetzt eingegraben werden. Die Engländer fanden jedoch alle Wertgegenstände aus Metall, nur die Gläser mit dem Eingemachten nicht, da sie und die Kartons in denen das Eingemachte verpackt war ohne Metallanteile vergraben wurden.
Einwohner des Dorfes beobachteten wie bereits am 20.04.1945, britische Spähpanzer, die über den alten Lüneburger Weg (heute Hohe Luft), vom Bargmoor (einem Waldgebiet) herkommend, das Dorf sondierten. Aber noch blieb Barskamp an diesem Tag ungeschoren.
Erst am 21.04 1945 kam es zu ersten Kampfhandlungen, In der Nähe von Göddingen kam es gegen 10 Uhr zu einem kurzen Gefecht zwischen dem 1. Squadron des 5. Aufklärungsregiments der britischen Armee und deutschen Soldaten, bei dem ein britischer Panzer abgeschossen wurde. Gegen 12.30 Uhr begannen die ersten Kampfhandlungen unmittelbar vor Barskamp. Den britischen Aufklärern war es unmöglich gewesen, die genaue Stärke der Verteidiger von Barskamp auszumachen. Sie beschlossen deshalb, in Harmstorf auf die Artillerie zu warten. Am 21.04. 1945 kam die britische Armee über den Süden am Harmstorfer Weg, dieses Mal mit insgesamt 5 Panzern. Die Gruppe Kynast war noch da, und wehrte sich energisch. Die Briten konnten die Stellung von Kynast ebenfalls einsehen. Der britische Zugführer und drei Trooper, [einfacher] Soldat, wurden verwundet, zwei starben. Ein Sergeant Turnbull übernahm den Befehl über die zerstreuten Aufklärer. Nach 65 Minuten, musste er das Gefecht abbrechen, hinter einer schützenden Wand aus künstlichem Nebel zog man sich zurück. Das 5th Essex war nicht mehr bereit ein Risiko einzugehen und nutzte die Unterstützung der Artillerie, um 20.06 Uhr eröffneten zwei Batterien des 91th Field Regiments erneut das Feuer auf Barskamp und die Essexer rückten langsam vor. Die britischen Panzer zogen sich dann über den Harmstorfer Weg wieder zurück, sie hatten einen Verwundeten zu beklagen.
Ein Hauptmann Brand, der Kompanieführer, hatte zwei Züge seiner Kompanie Stellung am Westrand und im Südteil des Schieringer Forsts beziehen lassen. Die Bewaffnung seiner 150 Männer war jedoch vollständig unzureichend. Der Oberbefehlshaber Kynast lag mit seiner Gruppe in einer vorgeschobenen Stellung am Barskamper Friedhof und konnte diese Szene am Harmstorfer Weg genau übersehen. Brand hatte sie dort eingesetzt, um die in den Ort führenden Wege besser überwachen zu können. Kurz darauf erschienen die deutschen Verteidiger im Harmstorfer Weg und beklagten sich über die Anwohner. Die Anwohner des Harmstorfer Weges, insbesondere die Frauen empfingen die Briten mit Kaffee und Milch ohne Scheu und ohne Angst, die Briten nahmen das Angebot gerne an. Und die Frauen waren froh, dass der Krieg so glimpflich an ihnen und ihren Kindern vorbeigezogen war. Denn die Anwohner des Harmstorfer Weges, waren sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, dass Barskamp verteidigt werden sollte und deutsche Soldaten im Ort lagen. Man hätte schon gern früher das Feuer eröffnet, aber die Frauen hätten mit ihren Kannen und Tassen mitten zwischen den Briten gestanden
Das britische Spitzenfahrzeug war in der Zwischenzeit bis zur Kreuzung Horndorfer Weg – Am Buursood – Am Berge – Hohe Luft, vorgefahren und damit dicht genug um das Feuer zu eröffnen.
Der Gruppe unter Oberfeldwebel Kynast gelang der Abschuss von einem Universal-Carrier. Die britischen Aufklärer erwiderten das Feuer. Ein deutscher Soldat wurde tödlich getroffen.

Universal Carrier, Foto, aus „Die letzte Front“ André Feit, Dieter Bechtold
Universal Carrier, Foto, aus „Die letzte Front“ André Feit, Dieter Bechtold
Karte aus, „Die letzte Front“ André Feit, Dieter Bechtold
Karte aus, „Die letzte Front“ André Feit, Dieter Bechtold

Durch Beschuss im April 1945 gingen elf Häuser bei diesem Angriff in Flammen auf, fasst alle standen an Straßenkreuzungen. die Häuser folgender Barskamper brannten ab: W. Loelf, Heinrich Wenk, Heinrich Pätzmann, Hermann Constantin, Willi Fabel, Heinrich Saucke, Frau Jahnecke, Fritz Labuhn, Haus und Scheune von Willi Meyer und die Scheunen von Schlachter Schulz, Minna Pätzmann, Bonatz und Alfred Gehrke. Noch heute kann man, erkennen (aufgrund des Altersunterschieds) welche Häuser betroffen waren.

Das abgebrannte Bauernhaus von Heinrich Wenk
Das abgebrannte Bauernhaus von Heinrich Wenk
... sowie der Neubau
… sowie der Neubau, der nach dem Krieg errichtet wurde

Nach dem Brand lebte die Familie im Rückwärtigen Teil des Hauses, dem jetzigen Treckerschuppen, der nach dem Brand noch stand.
Ob sie tatsächlich von Brandts Kompanien besetzt waren oder die Briten systematisch alle Häuser aus denen die deutschen Verteidiger ihnen gefährlich werden konnten zerstörten, ist unbekannt.
Um 21.15 Uhr meldeten die Essexer, Barskamp als feindfrei. Das Bataillon Wüschner, insb. Die 2. Kompanie unter Hauptman Brand verhielten sich nach dem Kampf um Barskamp ruhig. Man verteidigte Barskamp nicht mehr, zog sich immer weiter zurück und gab sich der Blockierung der Straße zwischen Walmsburg und Neu Darchau zufrieden, obwohl die Briten links und rechts bereits an der Elbe standen, gelang es am Ende sogar noch über die Elbe zurückzugehen.
Bereits ab 11:00 Uhr stieß ein Teil des 5th Essex Regiments von Barskamp aus direkt nach Norden, ein anderer Teil marschierte über Göddingen nach Alt Garge und befreite die Insassen des dortige Arbeitslagers (der KZ Außenstelle Neuengamme). Die Insassen waren nach britischen Angaben bei halbwegs guter Gesundheit und bereit, vorerst im Lager zu bleiben.
Damit war das Kriegsgeschehen zumindest für Barskamp beendet und es begann die Britische Besatzung.

Noch während der Lösch- und Aufräumungsarbeiten mussten die Barskamper auf Befehl der Briten für zehn Tage den Ort verlassen und wurden auf Bauernhöfen in Ahndorf, Boize (bei Dahlenburg) und Dahlem untergebracht.
Als sie zurückkehrten, war inzwischen erheblich geplündert worden. Man stellte fest, dass alles was Metall enthielt von den Briten gefunden worden war. Das Besteck, das Eingemachte in den Dosen, die Holztruhen mit den Eisenbeschlägen. Die britischen Soldaten waren mit ihren Minensuchgeräten auf die Suche nach Beute gegangen. Die Pappkartons mit den Einmachgläsern fanden sie jedoch nicht.
Zwischen Barskamp und Elbe gab es noch einen einzelnen Bombenangriff der entweder von den Briten oder Amerikanern ausgeführt worden war.

„Die letzte Front“ André Feit, Dieter Bechtold
„Die letzte Front“ André Feit, Dieter Bechtold

Zur vertiefenden Lektüre, Zu den Kämpfen in Norddeutschland.
Wesentliche Angaben zu den Kämpfen um Barskamp, entstammen diesem Buch.

In der Nacht vom 30.April zum 1.Mai 1945 überquerten Truppenteile der von General Simpson geführten 9. US-Armee die Elbe.
In der Nacht vom 30.April zum 1.Mai 1945 überquerten Truppenteile der von General Simpson geführten 9. US-Armee die Elbe.

Über Pontonbrücken bei Bleckede gelangten die 7th Armored Division, die und die 82nd Airborne Division nach Mecklenburg.

Die an der gesamten Ostfront zwischen Memel und Karpaten einsetzende Winteroffensive führte die Sowjets binnen weniger Wochen an die Oder und Neiße.
Die Schlacht um Berlin, war die letzte große Schlacht des Zweiten Weltkrieges in Europa.
Sie dauerte vom 16. April bis zum 2. Mai 1945 und hatte die Eroberung Berlins, der Hauptstadt des Deutschen Reiches, durch die Rote Armee der Sowjetunion unter Beteiligung einiger polnischer Verbände zur Folge. Die Hitler in seinem Wahn mit einem letzten Aufgebot an Hitlerjungen, Volkssturm und schlecht ausgerüsteten Wehrmachtseinheiten noch glaubte gewinnen zu können.

Volkssturmmänner mit Panzerfäusten, März 1945
Volkssturmmänner mit Panzerfäusten, März 1945

Die Kämpfe in Berlin forderten Schätzungen zufolge über 170.000 gefallene und 500.000 verwundete Soldaten sowie den Tod mehrerer zehntausend Zivilisten.
Nach der bereits weitgehend erfolgten Befreiung der von der Wehrmacht besetzten Gebiete Europas bedeutete das Ende der Schlacht, das mit der Selbsttötung von Adolf Hitler und anderen Teilen der politisch verantwortlichen Regierungsschicht des NS-Regimes einherging für das Deutsche Reich die vollständige militärische Niederlage.
Knapp eine Woche nach der Einnahme Berlins trat am Abend des 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht mit der Unterschrift von Generaloberst Alfred Jodl, der vom Nachfolger Hitlers als Reichspräsident, Großadmiral Karl Dönitz, zu deren Unterzeichnung autorisiert worden war, in Kraft. Damit wurde der Zweite Weltkrieg in Europa nach fast sechs Jahren beendet.
Deutschland verlor seine staatliche Souveränität. Die Hauptsiegermächte übernahmen die Hoheitsgewalt über das Deutsche Reich und teilten es in vier Besatzungszonen auf.
Helmuth Weidling war ein deutscher General und letzter Kampfkommandant des Berliner Verteidigungsabschnitts während der Schlacht um Berlin. Am 2. Mai 1945 traf er sich mit Vertretern der Roten Armee und unterzeichnete den Kapitulationsbefehl an die Berliner Garnison. Er sondierte in dieser Funktion auch die Übergabe Berlins an die vordringende Rote Armee, durfte aber gemäß Hitlers Weisung nicht kapitulieren.
Nach Hitlers Selbstmord übergab er Berlin, indem er in den Morgenstunden des 2. Mai 1945 den Befehl zur Einstellung der Kampfhandlungen in Berlin erteilte.
Der Befehl lautete:
„Am 30. 4. 45 hat sich der Führer selbst entleibt und damit uns, die wir ihm die Treue geschworen hatten, im Stich gelassen. Auf Befehl des Führers glaubt Ihr noch immer um Berlin kämpfen zu müssen, obwohl der Mangel an schweren Waffen, an Munition und die Gesamtlage den Kampf als sinnlos erscheinen lassen. Jede Stunde, die Ihr weiterkämpft, verlängert die entsetzlichen Leiden der Zivilbevölkerung Berlins und unserer Verwundeten. Jeder, der jetzt noch im Kampf um Berlin fällt, bringt seine Opfer umsonst. Im Einvernehmen mit dem Oberkommando der sowjetischen Truppen fordere ich Euch daher auf, sofort den Kampf einzustellen. ( Weidling ) General der Artillerie und Befehlshaber Verteidigungsbereich Berlin“
Am 25. April trafen sich Amerikaner und Sowjets in Torgau an der Elbe.

Wenige Tage vor dem offiziellen Kriegsende am 8. Mai 1945 handelt der britische Feldmarschall Montgomery in der Lüneburger Heide eine Teilkapitulation für Nordwesteuropa aus. Nach der Einnahme von Lüneburg durch britische Truppen am 18. April 1945 richtete der Oberbefehlshaber der 21st Army Group Bernard Montgomery sein Hauptquartier zunächst auf einem Bauernhof in Oedeme ein. Am 30. April verlegte er es in die Villa Möllering in Häcklingen, die außerdem vom Befehlshaber der 2. britischen Armee, Miles Dempsey, bezogen wurde.

Die deutsche Delegation vor der Villa Möllering in Häcklingen

Am 1. Mai schlug Montgomery mit seinem engeren Stab ein „tactical headquarters“ auf dem etwa 79 Meter hohen Timeloberg bei Wendisch Evern auf, wo er in einem Wohnwagen lebte. Die Anhöhe überragt das umgebende Gelände um etwa 30 Meter und bot ihm einen Ausblick auf die Stadt Lüneburg. Sie lag in einem seit Jahrzehnten von der Garnison Lüneburg als Truppenübungsplatz genutzten Gebiet.
Am 28. April trafen sich die Alliierten mit deutschen Vertretern wegen des Hungerwinter in Achterveld und kündigten ultimativ den Beginn der humanitären Luftversorgung (Operationen Manna und Chowhound) für den Folgetag an. Am 30. April stimmte Seyß-Inquart beim Treffen mit Walter Bedell Smith, Prinz Bernhard und General Iwan Alexejewitsch Susloparow dem Waffenstillstand von Achterveld für die Niederlande zu. Am 2. Mai wurde der Vertrag mit den technischen Einzelheiten in Wageninneren unterzeichnet.
Am 3. Mai 1945 machen sich vier deutsche Militärs unter Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg nach Lüneburg auf, zu Vorverhandlungen über eine Teilkapitulation der im Nordwesten Europas stehenden deutschen Truppen. Das erste Treffen findet in der sogenannten Möllering-Villa im Lüneburger Stadtteil Häcklingen statt. Als die deutsche Delegation unter von Friedeburg ankommt, ist ihr erster Ansprechpartner General Miles Dempsey. Unterzeichnet wurde die Kapitulationsurkunde von einer deutschen Delegation unter Leitung von Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg gegenüber dem britischen Feldmarschall Bernard Montgomery.
Am 4. Mai 1945 unterzeichnete er auf dem Timeloberg am Ortsrand von Wendisch Evern zusammen mit Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg, General Eberhard Kinzel, Konteradmiral Gerhard Wagner und Major i. G. Jochen Friedel die Teilkapitulation der Wehrmacht für Nordwestdeutschland, Dänemark und die Niederlande vor den Briten.
Ebenfalls am 4. Mai 1945 unterzeichnete Poleck auf dem Timeloberg bei Wendisch Evern die bedingungslose Übergabe der deutschen Streitkräfte.

Fritz Peter Theodor Wilhelm Hans Poleck (* 8. November 1905 in Lissa; † 27. November 1989 in München) war ein deutscher Heeresoffizier (Oberst i. G.) Er gehörte vom 10. November 1938 bis 31. März 1941 dem OKW (L, bezw. WFA, bezw. WFSt) an. Zuletzt war er Chef OKW (Oberkommando der Wehrmacht) Chefgruppe. Fritz Peter Poleck wurde gemäß Verfügung vom 9. Mai 1945 mit Wirkung und Rangdienstalter vom 20. April 1945 zum Generalmajor befördert.

Montgomery verlangte die Kapitulation sämtlicher deutscher Verbände, was von der Regierung Dönitz akzeptiert wurde. Die am 4. Mai unterzeichnete Teilkapitulation trat am 5. Mai um 8:00 Uhr in Kraft. Die Teilkapitulation der Wehrmacht war bedingungslos und enthielt die Zusage, die Kampfhandlungen gegenüber den alliierten Streitkräften in den genannten Gebieten zu beenden.

Hans-Georg Friedrich Ludwig Robert von Friedeburg (* 15. Juli 1895 in Straßburg; † 23. Mai 1945 in Flensburg-Mürwik) war ein deutscher Marineoffizier. Er war ab 1943 Kommandierender Admiral der Unterseeboote im Zweiten Weltkrieg und im Mai 1945 als Generaladmiral und Nachfolger Karl Dönitz’ für wenige Tage Oberbefehlshaber der Kriegsmarine. In dieser Funktion war von Friedeburg der einzige Mitunterzeichner beider Kapitulationsurkunden der Wehrmacht. Kurz nach der Kapitulation nahm er sich am Tag seiner Verhaftung durch britische Militärpolizisten das Leben.
Admiral Gerhard Wagner
Ab dem 29. Juni 1944 war er Admiral z.b.V. beim Oberbefehlshaber der Kriegsmarine. Am 15. Juni 1944 noch mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet, war Konteradmiral Wagner am 4. Mai 1945 an der Teil-Kapitulation der Wehrmacht im Nordwesten beteiligt.
Nach Kriegsende geriet er in britische Gefangenschaft, aus der er am 30. Juni 1947 entlassen wurde. Ab dem 1. Juni 1957 war er Stellvertreter des Inspekteurs der Marine und Chef des Führungsstabes der Marine. Ab dem 5. Juni 1961 war er dann Leiter des Panungsstabes bei der NATO und ab dem 1. April 1962 Befehlshaber der Alliierten Seestreitkräfte der Ostseezugänge Am 28. März 1962 zum Vizeadmiral befördert, wurde Gerhard Wagner am 31. Dezember 1962 in den Ruhestand verabschiedet.

Eberhard Kinzel (* 18. Oktober 1897 in Friedenau bei Berlin; † 25. Juni 1945 bei Idstedt) war ein deutscher General der Infanterie. Er gehörte zu der Delegation unter Generaladmiral von Friedeburg, die am 4. Mai 1945 die Teilkapitulation der Wehrmacht für Nordwestdeutschland, Dänemark und die Niederlande unterschrieb.
Von Ende Januar 1943 bis Juli 1944 war er Generalstabschef der Heeresgruppe Nord. Er wurde am 1. September 1943 zum Generalleutnant befördert.
Am 22. April 1945 erfolgte die Ernennung zum Generalstabschef des Führungsstabes Nord von Karl Dönitz. Als solcher gehörte er zu der Delegation unter Generaladmiral von Friedeburg, die sich am 3. Mai bei Wendisch Evern zu Kapitulationsverhandlungen mit Feldmarschall Montgomery traf.
Nach der deutschen Gesamtkapitulation wurde Kinzel Chef des Verbindungsstabes zu Montgomerys 21. Heeresgruppe.
Auch nach der Verhaftung der Regierung Dönitz am 23. Mai war er mit diesem Stab noch mit Abwicklungsarbeiten beschäftigt. Ende Juni wurde Kinzel jedoch von seinen britischen Vorgesetzten mitgeteilt, dass seine Arbeit nunmehr erledigt sei und er mit der baldigen Überstellung in die Kriegsgefangenschaft rechnen müsse.
Daraufhin beschlossen der General und seine Geliebte Erika von Aschhoff, das Leben zu nehmen und begingen am 25. Juni am Ufer des Langsees zwischen Idstedt und Süderfahrenstedt Selbstmord.

Am 30. April 1945, 15.30 Uhr, beging Adolf Hitler Selbstmord, so zumindest schildert es Linge, Hitlers Kammerdiener, zusammen mit SS-Sturmbannführer Otto Günsche und Reichsjugendführer Artur Axmann, sie gehörten zu den ersten, die den toten Diktator finden.
Um 4 Uhr ernannte Hitler Goebbels, in seinem politischen Testament zu seinem Nachfolger als Reichskanzler.
Am folgenden Tag, dem 1. Mai, ersuchte Goebbels die Sowjetunion um einen Waffenstillstand. Josef Stalin beharrte jedoch auf einer bedingungslosen Kapitulation, was Goebbels zur Aufgabe bewog.
Die Kapitulation wurde nach erfolglosen Verhandlungsversuchen der deutschen Seite vom 6. Mai in der Nacht zum 7. Mai 1945 im Obersten Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte in Reims unterzeichnet und trat zum vereinbarten Zeitpunkt am 8. Mai in Kraft.
Nach massivem Drängen der Alliierten erfolgte drei Tage später in Reims die bedingungslose Kapitulation aller deutschen Streitkräfte.
Auch Josef Goebbels tötete sich durch Selbstmord. Er war einer der einflussreichsten Politiker während der Zeit des Nationalsozialismus und einer der engsten Vertrauten Adolf Hitlers.
Die umfangreichen Tagebücher, die Goebbels von 1924 bis zu seinem Suizid führte, gelten als wichtige Quelle für die Geschichte der NSDAP und der Zeit des Nationalsozialismus.
Erst als sich Soldaten der Roten Armee wenige hundert Meter an die verteidigte Reichskanzlei herankämpften und um eine noch möglichst große Anzahl von Wehrmachtsangehörigen und flüchtenden Zivilisten in das westliche Reichsgebiet gelangen zu lassen, verfolgte der zu seinem Nachfolger ernannte Dönitz eine Taktik der Teilkapitulation gegenüber den Westalliierten.
Ende Januar 1943 wurde er von Adolf Hitler zum Oberbefehlshaber der Kriegsmarine ernannt, er wurde in dessen politischem Testament vom 29. April 1945 als sein Nachfolger in den Ämtern des Reichspräsidenten und Oberbefehlshabers der Wehrmacht benannt und damit für wenige Tage letztes Staatsoberhaupt des nationalsozialistischen Deutschen Reichs.
Nach den Suiziden von Hitler und Joseph Goebbels setzte Dönitz am 5. Mai eine bereits Ende April vorbereitete Geschäftsführende Reichsregierung unter Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk als Leitenden Reichsminister ein, die allgemein als Regierung Dönitz bekannt wurde.

Dönitz autorisierte die Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht vom 8. Mai 1945
Dönitz autorisierte die Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht vom 8. Mai 1945

Dönitz autorisierte die Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht vom 8. Mai 1945. Am 23. Mai 1945 wurde Dönitz mit den Generalen des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) und den Mitgliedern der Regierung verhaftet.
Hitler sei „heute Nachmittag in seinem Befehlsstand in der Reichskanzlei bis zum letzten Atemzuge gegen den Bolschewismus kämpfend für Deutschland gefallen“. Auch Dönitz verschwieg, dass Hitler sich selbst getötet hatte; er sprach ebenfalls davon, dass Hitler „gefallen“ sei, und von dessen „Heldentod“. Der provisorische Regierungssitz lag ab dem 3. Mai in Flensburg-Mürwik, im dort eingerichteten Sonderbereich Mürwik, dem letzten noch unbesetzten Teil des Dritten Reiches.
Nach der Kapitulation vom 8. Mai wurde die Flensburger Regierung am 23. Mai von den Alliierten abgesetzt und Dönitz verhaftet, der anschließend im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher wegen Kriegsverbrechen und der Planung eines Angriffskrieges unter Anklage gestellt wurde.
Dönitz und die geschäftsführende Reichsregierung strebten einen Separatfrieden mit den Westalliierten an, um die Rote Armee aus Deutschland zurückzudrängen.
Nachdem bereits auf der alliierten Konferenz von Casablanca im Jahr 1943 die Forderung des amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt nach bedingungsloser Kapitulation der Kriegsgegner verabschiedet worden war und Churchill einen Konflikt mit den sowjetischen Alliierten befürchtete, lehnten die westlichen Alliierten jedoch jede Teilkapitulation ab.
Weiterhin fällten Marinekriegsgerichte im noch von deutschen Truppen kontrollierten Gebiet unter Berufung auf Dönitz’ Durchhaltebefehle bis in die Tage nach der Gesamtkapitulation hinein zahlreiche Todesurteile wegen Fahnenflucht und „Wehrkraftzersetzung“. Dönitz persönlich bestand darauf, den Hitlergruß als Ehrenbezeugung beizubehalten und alle Hitlerbilder an ihrem Platz zu belassen.
In den Nürnberger Prozessen wurde er wegen Führens von Angriffskriegen und Kriegsverbrechen schuldig gesprochen und am 1. Oktober 1946 zu zehn Jahren Haft verurteilt, die er bis zum 1. Oktober 1956 vollständig verbüßte.
Damit endete am 8. Mai 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa. Sie enthielt die Zusage, die Kampfhandlungen zwischen dem nationalsozialistischen Deutschen Reich und den alliierten Streitkräften zu beenden. Die Unterzeichnung der Kapitulation durch den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Wilhelm Keitel, und die Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe sicherzustellen, wurde deren Ratifizierung vereinbart. Die aus dem Sonderbereich Mürwik bei Flensburg eingeflogene deutsche Delegation unterzeichnete die Kapitulationsurkunde daher erneut am 8./9. Mai im Hauptquartier der Roten Armee in Berlin-Karlshorst.
Als Gedenktag erinnert der 8. Mai jährlich an die tiefe Zäsur von 1945, den Neuanfang und die doppelte Befreiung von Krieg und Nationalsozialismus.

Kapitulationsurkunde
Kapitulationsurkunde
Kapitulationsurkunde im englischen Original, mit der Unterschrift Jodels
Kapitulationsurkunde im englischen Original, mit der Unterschrift Jodels

Auch wenn einzelne deutsche Verbände die Kampfhandlungen gegen sowjetische Truppen noch einige Tage fortsetzten, markiert der 8. Mai die Beseitigung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft von außen. Der militärische Sieg der Alliierten war die Voraussetzung, dass Millionen von den Deutschen verfolgter Menschen befreit werden konnten. Der politische, wirtschaftliche und moralische Zusammenbruch bedeutete das Ende des bisherigen politischen Systems in Deutschland.
Die vier Hauptsiegermächte übernahmen mit der Berliner Erklärung vom 5. Juni 1945 die oberste Regierungsgewalt in Deutschland. Zusammen mit der militärischen Kapitulation, deren politische Konsequenz sie war, bildete diese Erklärung die Grundlage für den Viermächte-Status, nach dem die Alliierten bis zur deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 für „Deutschland als Ganzes“ verantwortlich blieben.

Weltweit fielen dem Zweiten Weltkrieg mehr als 50 Millionen Soldaten und Zivilisten zum Opfer, unter ihnen über sechs Millionen in den Vernichtungs- und Konzentrationslagern (KZ) ermordete Menschen. Das Deutsche Reich verlor während des Krieges schätzungsweise 3,8 bis 4 Millionen deutsche Soldaten und 1,65 Millionen Zivilisten. Die weitaus meisten Toten beklagte mit über 25 Millionen Menschen die Sowjetunion. Rund 6 Millionen tote Polen entsprachen etwa 17 Prozent der Vorkriegsbevölkerung.

Hinter der Friedhofskapelle befindet sich der Ehrenhof für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkriegs.

©Jochen Wenk, Blick auf den Ehrenhof
©Jochen Wenk, Blick auf den Ehrenhof

Die Errichtung der Gedenkstätte wurde durch einen Vorfall begleitet, die durch Herman Wenk errichtete Zuschauertribüne brach zusammen, ob es Verletzte gab ist nicht bekannt.

Auf dem Friedhof liegen auch die gefallenen deutschen Soldaten die in um Barskamp herum gefallen sind, aber auch weitere gefallene deutsche Soldaten aus Barskamp und den Gemeinden des Kirchspiels.

Liegende Steinplatte:

„Unser Opfer – Eure Verpflichtung: Frieden“
„Unser Opfer – Eure Verpflichtung: Frieden“

Auf dem durch eine Mauer Umschlossener Ehrenhof an der Friedhofskapelle sind in den Gräbern 2 deutschen Soldaten des Ersten und 13 des Zweiten Weltkrieges, davon 4 unbekannte Soldaten bestattet. Fast alle starben am 19./20. April 1945 während der Kämpfe an der Elbe zwischen Bleckede und Barskamp oder kurz danach an ihren Verwundungen.

Stehende Sandsteinplatte mit der Aufschrift: Das Kirchspiel Barskamp gedenkt vor Gott der Opfer des Krieges 1939-1945, insbesondere der Brüder und Schwestern aus den Gemeinden Stiepelse, Neu-Garge, Viehle, Gülstorf, jenseits der Elbe, die durch ein hartes Geschick von uns getrennt wurden.“
Stehende Sandsteinplatte mit Aufschrift

Stehende Sandsteinplatte mit der Aufschrift:
Das Kirchspiel Barskamp gedenkt vor Gott der Opfer des Krieges 1939-1945, insbesondere der Brüder und Schwestern aus den Gemeinden Stiepelse, Neu-Garge, Viehle, Gülstorf, jenseits der Elbe, die durch ein hartes Geschick von uns getrennt wurden.“

Stehende Sandsteinplatten mit den gefallenen Soldaten des Kirchspiels

Einzelgrab des Gustav Wenk, Gefallen am 18.12.1944 in Russland
Einzelgrab des Gustav Wenk, Gefallen am 18.12.1944 in Russland

Liegende Sandsteinplatten mit den gefallenen Soldaten in und um Barskamp

Die hier aufgeführten Toten sind alle bei den Gefechten am 19/20 April 1945 in Barskamp umgekommen.
Drei Tote wurden aus der Elbe geborgen und ebenfalls auf dem Barskamper Friedhof bestattet.

DienstgradNameVornameGeburts-datum & OrtTodesdatum
 BECKFranz9.3.192019./20.4.1945
 ERLINGERWilhelm27.11.1919 Wien19./20.4.1945
 FISCHERHerbert9.3.191913.4.1945
 MEYERTheodor6.2.190713.4.1945
 PIETZOLDGotthard1.7.1923Juni 1945
 TELCOFrederik, van20.3.187220.4.1945
 WUNDERLICHJann5.8.191819./20.4.1945
 WAHLGuido3.5.192119./20.4.1945
 VÖLRKarl5.4.1906Mai 1945
 Unb.Juni 1945
RAD-AngehörigerUnbDeutscher Mai 1945
SoldatUnb.Deutscher 19./20.4.1945
SoldatUnb.Deutscher 19./20.4.1945

Auf britische Seite waren insgesamt sechs Tote zu beklagen, zwei der 5th Infantry Division und vier des 5th Bataillion des 5th Essex Regiments, sie wurden nicht in Barskamp beigesetzt.

Aus Barskamp starben im 2. Weltkrieg insgesamt 61 Menschen, davon fünf Frauen.

Zeitungsausschnitt aus der Lüneburger Landeszeitung (LZ) zur Errichtung einer Gedenkstätte
Zeitungsausschnitt aus der Lüneburger Landeszeitung (LZ) zur Errichtung einer Gedenkstätte

Der Krieg in Europa und Asien kostete geschätzt mindestens 55 Millionen Menschen das Leben, die meisten davon Zivilisten. Kriegstote im Verhältnis zur Einwohnerzahl auszugsweise


Zum Vergleich: Der 1. Weltkrieg 1914 bis 1918 kostete etwa 3,2 % der französischen Bevölkerung das Leben (1,3 Millionen), etwa 3 % der deutschen Bevölkerung (2 Millionen) und etwa 2 % der britischen Bevölkerung (850.000).

Mit mehr als 26 Millionen Toten hatte die Sowjetunion die größten Verluste. Deutschland zählte etwa 6,3 Millionen Tote, darunter fast 5,2 Millionen Soldaten.

Schon während des 2. Weltkriegs trafen sich die Alliierten und beschlossen nach dem Krieg, die Grenzen Deutschlands neu zu ziehen, was zur Vertreibung von Deutschen aus den abgetretenen Gebieten führte.
Flüchtlinge und Vertriebene

Am 17. Juli 1945 begann die Potsdamer Konferenz. Dort berieten die USA, Großbritannien und die Sowjetunion über die Nachkriegsordnung für Deutschland und Europa. Im Mittelpunkt stand: Deutschland musste entnazifiziert, entmilitarisiert, demokratisiert und dezentralisiert werden. Nicht in allen Punkten waren sich die Alliierten einig.
Großbritannien wurde durch Premierminister Winston Churchill (links im Bild) vertreten. Der neue amerikanische Präsident Harry S. Truman (Mitte) vertrat nach dem Tod seines Amtsvorgängers Franklin D. Roosevelt die USA, Josef Stalin (rechts) die Sowjetunion. Maßgeblich beteiligt waren auch die Außenminister .
Die Potsdamer Konferenz fand vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 im Schloss Cecilienhof am Jungfernsee statt, unweit der Stadtgrenze zu Berlin. Die Verhandlungsführer waren der US-amerikanische Präsident Harry S. Truman, der sowjetische Staatschef Josef Stalin sowie der britische Premierminister Winston Churchill, der am 28. Juli durch seinen Amtsnachfolger Clement Attlee abgelöst wurde. Am Verhandlungstisch saßen außerdem die Außenminister der jeweiligen Staaten: James Francis Byrnes für die USA, Wjatscheslaw Molotow für die Sowjetunion sowie Anthony Eden für Großbritannien, der später durch Ernest Bevin abgelöst wurde.
Den Vorsitz der Konferenz führte – auf Vorschlag Stalins – US-Präsident Truman. Bis zum 28. Juli fanden 13 Sitzungen statt. Am 2. August wurde das Abschlussprotokoll unterzeichnet, das oft als „Potsdamer Abkommen“ bezeichnet wird. Tatsächlich handelte es sich dabei um eine völkerrechtlich nicht bindende Willenserklärung.
Frankreich sollte den Beschlüssen folgend eine eigene Zone erhalten. Auch die künftige Ostgrenze Deutschlands wurde thematisiert, doch abermals gab es keine Einigung über Detailfragen – beschlossen wurde die polnischen Gebiete östlich der sogenannten Curzonlinie der Sowjetunion zuzusprechen. Einigkeit bestand darüber, Deutschland nach dem Krieg zu und für Kriegsschäden haftbar zu machen.
Nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands und der Berliner Erklärung vom 5. Juni, die die Einrichtung des Alliierten Kontrollrates und die Aufteilung in Besatzungszonen festlegte, begann am 17. Juli schließlich die Potsdamer Konferenz. In Potsdam bekräftigten die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs die in Jalta gefassten Beschlüsse und konkretisierten die politischen Grundsätze für ihren Umgang mit dem besetzten Deutschland. Hinsichtlich der Potsdamer Konferenz kam Frankreich eine Sonderrolle zu, denn das Land galt zunächst nicht als alliierte Siegermacht.
Zu den wichtigsten Beschlüssen zählen die Legitimierung der Vertreibung der deutschen Bevölkerungsteile Polens, der Tschechoslowakei und Ungarns, die „geordnet und human“ erfolgen sollte, sowie Polens Verwaltungshoheit über die deutschen Gebiete östlich von Oder und Neiße.
Als Grundsätze festgeschrieben wurden für den Wiederaufbaue Deutschlands die sogenannten 5 DS – Demilitarisierung, Dezentralisierung, Demokratisierung, Demontage und Denazifizierung – als Grundsätze für den Wiederaufbau Deutschlands festgeschrieben.
Nach der Potsdamer Konferenz wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt: Großbritannien im Nordwesten, Frankreich im Südwesten, die Vereinigten Staaten im Süden und die Sowjetunion im Osten. Auch Berlin, die auf sowjetischem Gebiet gelegene Hauptstadt, wurde in vier Besatzungszonen aufgeteilt.

Schon während des 2. Weltkriegs trafen sich die Aliierten in Casablanca, Teheran, London, Moskau, Jalta auf der Krim.

Gemäß dem Potsdamer Abkommen sollten aus dem britischen Besatzungsgebiet mit dem Ruhrgebiet als industriellem Zentrum Deutschlands demontierte Anlagen an die anderen Alliierten verteilt werden.
Ein Ultimatum vom 26. Juli 1945 der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und Chinas forderten Japan zur bedingungslosen Kapitulation. Die Potsdamer Erklärung wurde auf der Potsdamer Konferenz abgegeben.

Die Besatzungsmächte beschlossen nach Ende des Zweiten Weltkrieges, einen internationalen Gerichtshof einzuberufen, in dem die NS-Hauptkriegsverbrecher angeklagt werden sollen.
Nürnberger Prozessen und Frankfurter Auschwitzprozess

Stalin war vor allem daran interessiert, die ost- und südosteuropäischen Länder als sowjetische Interessensphäre anerkennen zu lassen und die Ostgrenze Polens zugunsten der Sowjetunion auf die sogenannte „Curzon-Linie“ (von Dünaburg über Brest nach Przemysi) festzusetzen. Unter der Voraussetzung, dass an einer provisorischen polnischen Regierung auch Nichtkommunisten und die Londoner Exilregierung beteiligt und freie demokratische Neuwahlen durchgeführt werden würden, stimmten Roosevelt und Churchill dieser Ostgrenze zu.
Die Festlegung der polnischen Westgrenze wurde vertagt, allerdings wurde Polen ein „beträchtlicher Gebietszuwachs“ als Kompensation für den Verlust seiner Ostgebiete zugesagt. Am 17. Juli 1945 begann die Potsdamer Konferenz. Dort berieten die USA, Großbritannien und die Sowjetunion über die Nachkriegsordnung für Deutschland und Europa. Im Mittelpunkt stand: Deutschland musste entnazifiziert, entmilitarisiert, demokratisiert und dezentralisiert werden. Nicht in allen Punkten waren sich die Alliierten einig.
Großbritannien wurde durch Premierminister Winston Churchill (links im Bild) vertreten. Der neue amerikanische Präsident Harry S. Truman (Mitte) vertrat nach dem Tod seines Amtsvorgängers Franklin D. Roosevelt die USA, Josef Stalin (rechts) die Sowjetunion. Maßgeblich beteiligt waren auch die Außenminister .
Die Potsdamer Konferenz fand vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 im Schloss Cecilienhof am Jungfernsee statt, unweit der Stadtgrenze zu Berlin. Die Verhandlungsführer waren der US-amerikanische Präsident Harry S. Truman, der sowjetische Staatschef Josef Stalin sowie der britische Premierminister Winston Churchill, der am 28. Juli durch seinen Amtsnachfolger Clement Attlee abgelöst wurde. Am Verhandlungstisch saßen außerdem die Außenminister der jeweiligen Staaten: James Francis Byrnes für die USA, Wjatscheslaw Molotow für die Sowjetunion sowie Anthony Eden für Großbritannien, der später durch Ernest Bevin abgelöst wurde.
Den Vorsitz der Konferenz führte – auf Vorschlag Stalins – US-Präsident Truman. Bis zum 28. Juli fanden 13 Sitzungen statt.

Am 2. August wurde das Abschlussprotokoll unterzeichnet, das oft als „Potsdamer Abkommen“ bezeichnet wird. Tatsächlich handelte es sich dabei um eine völkerrechtlich nicht bindende Willenserklärung.
Die Alliierten beschlossen, Deutschland nach Kriegsende in Besatzungszonen einzuteilen.
Aufteilung des Deutschen Reichs in 4 Zonen

4 Zonen

4 Zonen
4 Zonen


Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Herrschaft verlor Deutschland seine staatliche Souveränität. Das Land wurde von den Siegermächten SOWJETUNION, USA, GROßBRITANNIEN UND FRANKREICH IN VIER BESATZUNGSZONEN aufgeteilt, die Hauptstadt Berlin in vier Sektoren.
Frankreich sollte den Beschlüssen folgend eine eigene Zone erhalten. Auch die künftige Ostgrenze Deutschlands wurde thematisiert, doch abermals gab es keine Einigung über Detailfragen – beschlossen wurde die polnischen Gebiete östlich der sogenannten Curzonlinie der Sowjetunion zuzusprechen. Einigkeit bestand darüber, Deutschland nach dem Krieg zu und für Kriegsschäden haftbar zu machen.
Nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands und der Berliner Erklärung vom 5. Juni, die die Einrichtung des Alliierten Kontrollrates und die Aufteilung in Besatzungszonen festlegte, begann am 17. Juli schließlich die Potsdamer Konferenz. In Potsdam bekräftigten die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs die in Jalta gefassten Beschlüsse und konkretisierten die politischen Grundsätze im Umgang mit dem besetzten Deutschland.
In der Mitteilung über die Potsdamer Konferenz vom 2. August heißt es:
Es ist nicht die Absicht der Alliierten, das deutsche Volk zu vernichten oder zu versklaven. Die Alliierten wollen dem deutschen Volk die Möglichkeit geben, sich darauf vorzubereiten, sein Leben auf einer demokratischen und friedlichen Grundlage von neuem wiederaufzubauen.

Potsdamer Beschlüsse:
– Die Vier „D“:
Denazifizierung, Demilitarisierung, Dezentralisierung und Demokratisierung Deutschlands
– Die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen: Jede der drei Siegermächte und Frankreich erhielten eine Zone.
– Die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als neue Ostgrenze Deutschlands: Dies bedeutete die Abtretung von deutschen Gebieten östlich dieser Linie an Polen und die Sowjetunion.
– Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus diesen Gebieten: Die „geordneten und humanen“ Überführung der deutschen Bevölkerungsteile wurde beschlossen, was faktisch die Vertreibung festschrieb.

Die Alliierten vereinbarten, dass Deutschland Reparationen leisten sollte, die hauptsächlich aus den jeweiligen Besatzungszonen erfolgen sollten.
Die Einrichtung des Alliierten Kontrollrats,
dieses Gremium sollte die höchste Regierungsgewalt in Deutschland ausüben.
Die Potsdamer Konferenz war ein entscheidender Schritt bei der Gestaltung der Nachkriegsordnung und hatte weitreichende Auswirkungen auf Deutschland und Europa. Die Beschlüsse wurden im Potsdamer Abkommen festgehalten und waren bis zum Zwei-plus-Vier-Vertrag im Jahr 1990 gültig.
Der „Viermächte-Status“ Österreichs bezieht sich auf die Zeit von 1945 bis 1955, als Österreich von den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs (Sowjetunion, USA, Großbritannien und Frankreich) in vier Besatzungszonen aufgeteilt und gemeinsam verwaltet wurde.
Diese Zeit endete mit der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags 1955 und dem Abzug der alliierten Truppen, wodurch Österreich seine volle Souveränität erlangte.
Der Zweite Weltkrieg endete auch in Österreich offiziell durch die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 (vgl. Chronologie des Zweiten Weltkrieges).[2]
So nahm man in der Unabhängigkeitserklärung vom 27. April darauf Bezug, dass 1943 in der Moskauer Deklaration der Alliierten das Ziel angeführt war, dass Österreich […] von deutscher Herrschaft befreit werden soll. Man zitierte den Passus, dass Österreich für die Beteiligung am Krieg Verantwortung trägt und dass „bei der endgültigen Regelung unvermeidlich sein eigener Beitrag zu seiner Befreiung berücksichtigt werden wird“.
Die Begriffe Besetzung, Besatzungszonen und Besatzungssektoren wurden ab Sommer 1945 in der militärischen und politischen Praxis der Alliierten verwendet und gelten in Österreich bis heute synonym für die Jahre von 1945 bis 1955. Die in der Moskauer Deklaration genannte endgültige Regelung wurde 1955 mit dem Staatsvertrag der vier Alliierten mit Österreich getroffen.
Eine Amnestie für Gewalttaten im Zusammenhang mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Österreich trat bis Ende 1945 in Kraft.

15.08.2025