Historisches Gemälde, Die Schlacht bei der Göhrde
Historisches Gemälde, Die Schlacht bei der Göhrde

Am frühen Nachmittag des 16. September 1813 kam es auf den Steinker Höhen in der Gemeinde Nahrendorf an der Göhrde zur Schlacht. Wallmodens Einheiten trafen nacheinander ein und griffen die Franzosen an. Diese Einzelangriffe wurden alle zurückgeschlagen. Erst am Abend gelang es, die französischen Truppen zum Rückzug zu zwingen.

Das Gefecht bei der Göhrde oder von den verbündeten Alliierten häufig auch die Schlacht an der Göhrde genannt, fand am 16. September 1813 während der Befreiungskriege auf dem Gebiet der heutigen Staatsforsten Göhrde statt, das 1813 zum damaligen Königreich Westphalen gehörte.  Die verbündeten Alliierten setzten sich aus preußischen und russischen Truppen, der Russisch-Deutschen Legion, dem Lützowschen Freikorps, Briten und Hannoveranern (inklusive des 3. Husarenregiments der King´s German Legion), der Hanseatischen Legion, Mecklenburgern und Schweden unter dem Oberbefehl von Generalleutnant Graf Wallmoden zusammen. Dieses Kontingent besiegte eine französische Abteilung unter dem Kommando des Divisionsgenerals Marc Nicolas Louis Pécheux.  

Quelle: Norbert.Weise.de
Quelle: Norbert.Weise.de

Auf dieser Karte kann man die gut gewählte Stellung der Franzosen sehen.

Am frühen Nachmittag des 16. September 1813 kam es auf den Steinker Höhen in der Gemeinde Nahrendorf zur Schlacht. Wallmodens Einheiten, (Wallmoden ist der Name eines alten niedersächsischen Adelsgeschlechts aus dem Bistum Hildesheim) trafen nacheinander ein und griffen die Franzosen an. Diese Einzelangriffe wurden alle zurückgeschlagen. Erst am Abend gelang es, die französischen Truppen zum Rückzug zu zwingen.

Die Verbündeten Preußens und Russland setzten u.a.  z.B. aus Lützowschen Freikorps, Briten und unter dem Oberbefehl von Generalleutnant Graf Wallmoden zusammen. Die Bildung des russisch-preußischen Bündnisses gegen Frankreich im Frühjahr 1813 löste in Norddeutschland eine allgemeine Erhebung gegen die französische Herrschaft aus. Dieses Kontingent besiegte eine napoleonische Abteilung unter dem Kommando des Generals Marc Nicolas Louis Pécheux.

Bereits nach dem etwa 30 Minuten dauerndem Kampf musste Pécheux für die Reste seiner Truppen den Rückzug befehlen. Nachdem Husaren ihnen noch die verbliebenen Geschütze, Munitionswagen und Trossfahrzeuge abgenommen hatten, verschwanden die letzten französischen Kompanien im Barskamper Wald. Generalleutnant von Wallmoden befahl die Einstellung der Verfolgung. General Pécheux wehrte mit seiner Brigade sechs vereinzelte, unzusammenhängende Angriffe der Alliierten ab.

Das Schlachtfeld liegt im Grenzgebiet der heutigen Landkreise Lüneburg und Lüchow-Dannenberg zwischen den Orten Oldendorf an der Göhrde und Göhrde.

Das Korps Wallmoden rückte am 15. September mit 12.300 Mann nach Dömitz vor, setzte über die Elbe, marschierte den Franzosen entgegen und schlug ein Lager bei Dannenberg an der Elbe auf.

Die französische Division Pécheux unternahm einen Vorstoß gegen die Verbündeten. Am frühen Nachmittag des 16. September 1813 kam es auf den Steinker Höhen in der Gemeinde Nahrendorf an der Göhrde zur Schlacht. Wallmodens Einheiten trafen nacheinander ein und griffen die Franzosen schlecht koordiniert an. Diese Einzelangriffe wurden alle zurückgeschlagen. Erst am Abend gelang es der hannoverschen  Brigade Halkett, die französischen Truppen zum Rückzug zu zwingen. In der Schlacht wurden erstmals auf deutschem Boden Congreve´sche Raketen eingesetzt.

Historisches Gemälde, zur Völkerschlacht bei Leipzig
Historisches Gemälde, zur Völkerschlacht bei Leipzig

Die Völkerschlacht bei Leipzig vom 16. bis 19. Oktober 1813, war eine der wichtigsten Schlachten während der Befreiungskriege. Dabei kämpften die Truppen der Allianz, im Wesentlichen Russland, Preußen, Österreich und Schweden, sowie kleinere Fürstentümer, gegen die Truppen des napoleonischen Frankreichs und seiner Verbündeten.

Die Alliierten brachten Napoleon eine schwere Niederlage bei, die ihn dazu zwang, sich mit der verbliebenen Restarmee und ohne Verbündete aus Deutschland zurückzuziehen.

In der Schlacht bei Leipzig wurden von den rund 600.000 beteiligten Soldaten, 92.000 getötet oder verwundet.

Historisches Foto von 1913. Der Gedenkstein, der auf die Völkerschlacht von Leipzig 1813 hinweist.
Historisches Foto von 1913. Der Gedenkstein, der auf die Völkerschlacht von Leipzig 1813 hinweist.
Historisches Foto, Abtransport des späteren Gedenksteins, vermutlich stammt er von Hünengräbern des großen oder kleinen Steinregens.
Historisches Foto, Abtransport des späteren Gedenksteins, vermutlich stammt er von Hünengräbern des großen oder kleinen Steinregens.
Die Friedenseiche wurde gemäß der Schulchronik die der Küsster Hofgeve anfertigte 1871 gepflanzt. Dies könnte der Fall gewesen sein um an die Völkerschacht von Leipzig zu erinnern. Die Eiche dürfte demnach schon ca. drei Jahre gestanden haben.
Die Friedenseiche wurde gemäß der Schulchronik die der Küsster Hofgeve anfertigte 1871 gepflanzt. Dies könnte der Fall gewesen sein um an die Völkerschacht von Leipzig zu erinnern. Die Eiche dürfte demnach schon ca. drei Jahre gestanden haben.
Die Friedenseiche heute
Die Friedenseiche heute

Einfügung
Lüneburg unter Französischer Besatzung

09.06.1803 Franzosen besetzen Lüneburg nach Besitzergreifung des Kurfürstentums Hannover durch Napoleon.

01.08.1806, das Kurfürstentum Hannover fällt an Preußen, Lüneburg wird preußisch.

Nach der Niederlage Preußens bei Jena erhält Lüneburg erneut eine französische Besatzung und wird in das französische Kaiserreich einverleibt (14.12.1806)

1. September, es werden neue Departements geschaffen, darunter das Departement Niederelbe.

Jerome Bonaparte, König von Westphalen, verkündet am 1. März 1810 von Kassel aus die Eingliederung des Kurfürstentums Hannover in sein Königreich. Das Departement der Elbe- und Weser-Mündung, auch Nord-Departement genannt, (französisch: Département des Bouches de l’Elbe et du Weser) war zwischen März und Dezember 1810, also für neun Monate, Teil des Königreichs Westphalen.

Ein Pariser Vertrag schlägt das réservé, Resthannover (inklusive Lüneburg; mit Wirkung vom 1.März) vor. Die städtische Verwaltung wird nach französischem Muster umgestaltet.

Am 5. September 1811 unterzeichnet, Napoleon Barthélemys Ernennungsurkunde als Sous- Préfet. Unterpräfektur (frz. sous-préfecture) eine Verwaltungsebene unterhalb des Départements. Der Standort der Unterpräfektur ist die Hauptstadt (frz. chef-lieu) in diesem Fall Lüneburg eines Arrondissements; der oberste Verwaltungsbeamte eines Arrondissements  ist der Unterpräfekt (frz. sous-préfet).

Barthélemy trifft am 17.Oktober1811 in Lüneburg ein.

Ab dem 1. Januar 1811 gab es das Departement der Elbe- und Weser-Mündung nicht mehr.

4. November 1813 Barthélemy darf Hamburg jetzt betreten und bleibt dort bis zum Ende der Belagerung.

30. Mai 1814 Barthélemy bricht in Hamburg auf und begibt sich auf den Heimmarsch nach Frankreich.

18.09.1813 erfolgte die Befreiung Lüneburgs von französischer Besatzung und die Wiedereinsetzung des alten Stadtrates.

1810 – 1813 Nach kurzer Zugehörigkeit zum Königreich Westfalen (wo Napoleons jüngster Bruder regiert), wird die Stadt, Sitz einer französischen Unterpräfektur, wiederum Teil des französischen Kaiserreiches. Die städtische Verwaltung wird nach französischem Muster umgestaltet. Die Stadt zählt 10.400 Einwohner.

Claude-Hyacinthe-Félix de Barthélemy Lüneburger Unterpräfekt 1811-1813.
Claude-Hyacinthe-Félix de Barthélemy Lüneburger Unterpräfekt 1811-1813.
Karte des Arrondissement Lüneburg
Karte des Arrondissement Lüneburg

Die Herrschaft Frankreichs endete mit Napoleons militärischer Niederlage in der Schlacht bei Waterloo 1815.

Im Dahlenburger Heimatmuseum befindet sich ein Diorama der Schlacht an der Göhrde. In der ständigen Ausstellung werden mittels 1500 Zinnfiguren die Stellungen der verschiedenen Truppenteile dargestellt.

Alle zwei Jahre wird bei Lüben zwischen Dahlenburg und Göhrde die historische Schlacht als Reenactment am Ort des damaligen Geschehens nachgestellt.

19.10.2025