Rund um Barskamp finden sich einige Hügelgräber, so links am Walmsburger Kirchweg, in der Nähe des Forsthauses, an der Straße zwischen Schwimmbad und Walmsburg und im Bereich des Schwimmbads selbst. Auch der Opferberg ist ein Hügelgrab.

Ein Hügelgrab oder ein Grabhügel (lateinisch tumulus, Plural tumuli) ist eine gestreckte, runde oder ovale Erdaufschüttung. Darin befinden sich Grablegen oder andere Vorzeitmonumente. Bei den Gräbern kann es sich um Körperbestattungen (ggf. im Baumsarg), Urnengräber oder ausgestreuten Leichenbrand handeln. Die Hügel können Einbauten haben, z. B. aus konzentrischen Kreisen, steinernen Grabkammern oder Steinkisten.
Grabhügel können weder zeitlich noch regional eingegrenzt werden: In Europa gab es sie regional beinahe durchgängig ab der frühen Jungsteinzeit, über die Bronze- bis in die Eisenzeit.
In Norddeutschland sind bronze- oder eisenzeitliche Grabhügel mit doppeltem Kreisgraben, oder als Grabhügel mit Schlüssellochgraben umschlossen.
Die ältesten in Nordmitteleuropa und stammen aus der Trichterbecherkultur (TBK).
Zuschüttungen durch Erde wurden bereits während der Einwanderung der Linearbandkeramiker für verschiedene Kreisgrabenanlagen beobachtet und stellen rituell möglicherweise auch eine Beerdigung dar.
Grabhügel wurden in verschiedensten Kulturen errichtet.
In der frühen Bronzezeit stellen Grabhügel die typische Bestattungsform für die Eliten der Aunjetitzer Kultur dar, in der frühen Eisenzeit (Hallstattzeit) z. B. bei den Kelten in der der späten Hallstatt- und frühen Latènezeit.
Man experimentierte mit verschiedenen Formen, Aufbau und Materialien und kombinierte Erde, Grassoden, Holz oder Steine.


Baumsarg, das Foto wurde im Freilichtmuseum, Archäologisches Zentrum Hitzacker, gemacht.

Totenhaus mit einem Baumsarg. Die Aufnahme wurde im Freilichtmuseum, Archäologisches Zentrum Hitzacker gemacht.

Die für den Osten Niedersachsens charakteristischen Hügelgräber, werden auch als Buckelgräber bezeichnet.
Grabhügel haben Höhen von 1 m bis über 30 m oder mehr, abhängig von Tradition und Bedeutung der bestatteten Person.
Solche mächtigen Hügel beeinflussten das Landschaftsbild jahrhundertelang. Dies hat die Norddeutsche Tiefebene von den Niederlanden bis zur Weichselmündung einschließlich Dänemark und Südschweden damals stark geprägt.
Erst durch das intensive Pflügen der Äcker wurden die meisten der Grabhügel wieder eingeebnet. In Deutschland verschwanden z. B. viele Grabhügel oder ihre Reste in Unkenntnis ihrer Bedeutung, als die preußischen Könige den Ackerbau massiv förderten. Auch in Deutschland verleitet die heute fehlende Sichtbarkeit dazu, die Menge an Grabhügeln massiv zu unterschätzen. In der frühen Bronzezeit (1.800 – 1.000 v. Chr.) wurden jährlich 100 bis 150 Grabhügel errichtet.
Erst durch die Luftbildarchäologie wurden und werden viele dieser Strukturen nach und nach wieder neu entdeckt.

Hügelgrab Nr.1 Vieler Berg, gegenüber von Achterspet, sehr flach, es sind nur noch einige Randsteine erkennbar.
Hügelgräber Nr. 2a-2d.
2a, ein zentrales Grab, in Richtung Osten und 3 weitere Gräber in Richtung Norden bzw. Nord-Osten.


2b, sehr flaches Hügelgrab.

Hügelgrab 2c, sehr flach.


Hügelgrab 2d, sehr flach ausgeformt, kaum erkennbar


Hügelgrab Nr. 3, in der Kurve des Walmsburger Kirchwegs zwischen Barskamp und Walmsburg.


Hügelgrab Nr. 4. Opferberg.
Auch der Opferberg soll ein Hügelgrab sein.


Weiterhin sind das am Opferberg befindliche Hünengrab und das zerstörte Grab erkennbar.
Tafel mit einer Aufnahme mittels digitaler Luftbildarchäologie. Es lassen sich Hohlwege oder Hügelgräber im Gelände mit bloßem Auge erkennen. Aus dem Relief der Landschaft lassen sich vielfältige Rückschlüsse auf archäologische Sachverhalte ziehen. Außerdem werden durch die Klassifikation (Bodenpunkte) v.a. in bewaldeten Gebieten archäologische Strukturen sichtbar, die im Gelände durch Bewuchs verborgen und damit schwer erkennbar sind.
Hügelgrab Nr. 6.
Am Opferberg rechts im Wald, wenn man vom Opferberg kommt.


Hügelgrab Nr. 7, Einzelgrab, am ehem. Forsthaus, in der Nähe des Teiches.





Weitere Hügelgräber am Horndorfer Weg. nicht mehr auffindbar. Luftbild mit einer Aufnahme mittels digitaler Luftbildarchäologie. Es lassen sich Teiche, Hohlwege oder Hügelgräber im Gelände mit erkennen. Aus dem Relief der Landschaft lassen sich vielfältige Rückschlüsse auf archäologische Sachverhalte ziehen. Außerdem werden durch die Klassifikation (Bodenpunkte) v.a. in bewaldeten Gebieten archäologische Strukturen sichtbar, die im Gelände durch Bewuchs verborgen und damit schwer erkennbar sind.
Im Bereich des Schwimmbades hat man gleich zu Beginn der Erdarbeiten ein Kugelgrab (andere Bezeichnung für ein Hügelgrab, das bisher von dichtem Wald umgeben war, gefunden.
Nach Fertigstellung des Bades sollte es zur Besichtigung freigegeben werden.
Man nimmt an, dass dieses aus vorchristlicher Zeit stammende, noch ungeöffnete Grab aus der Übergangzeit von der jüngeren Steinzeit zur Bronzezeit stammt und somit annähernd 3000 Jahre alt ist.