Schon während des 2. Weltkriegs trafen sich die Alliierten in Casablanca, Teheran, London, Moskau, Jalta auf der Krim.

Tiefrot: Eroberungsziele der Alliierten.
Hellrot: Gebiete unter Kontrolle der Alliierten
Weiß: Gebiete unter Kontrolle des Deutschen Reichs
Grau: neutrale Gebiete
Quelle: NDR
Schon während des 2. Weltkriegs trafen sich die Alliierten in Casablanca, Teheran, London, Moskau, Jalta auf der Krim.
Die Moskauer Deklaration (auch Moskauer Erklärung) war das Ergebnis der Moskauer Konferenz der alliierten Außenminister während des Zweiten Weltkriegs 1943. An der Moskauer Konferenz vom 19. Oktober bis 1. November 1943 nahmen die Außenminister der drei führenden alliierten Mächte USA, Großbritannien und UdSSR (Hull, Eden und Molotow) teil. Die Erklärung wurde am 30. Oktober 1943 in Moskau beschlossen und am 1. November 1943 veröffentlicht.
Es ging um die Klärung, zu welchen Bedingungen das Bündnis von USA, Großbritannien und der Sowjetunion in der Endphase des Krieges und in der unmittelbaren Nachkriegszeit trotz der vorhandenen politischen Gegensätze aufrechterhalten werden könnte.
Der Abschlusstext der Moskauer Konferenz nennt neben den drei durch ihre Außenminister vertretenen Alliierten der USA, der UdSSR und Großbritanniens in der Einleitung China als weiteren unterzeichnenden Partner. Der Drei-Mächte-Konferenz folgte somit eine Gemeinsame Vier-Nationen-Erklärung (Joint Four-Nation-Declaration).
Bezugnehmend auf die Deklaration der Vereinten Nationen 1942 verpflichten sich die Alliierten zu einem weiterhin gemeinsamen Vorgehen gegen die Achsenmächte. Neben diesen grundsätzlichen Bestimmungen enthielt die Moskauer Deklaration bereits Ansätze, welche Nachkriegsordnung nach dem angestrebten Sieg der Alliierten angestrebt wurde. Konkret wird auf Italien (Declaration Regarding Italy) und Österreich (Declaration on Austria) eingegangen.
Der letzte Teil der Erklärung befasst sich mit den „Gräueltaten“ (Statement of Atrocities) von Seiten der Achsenmächte und wurde von Churchill, Roosevelt und Stalin unterzeichnet, die im Namen der Vereinten Nationen sprachen. Die Hauptkriegsverbrecher sollten durch ein gemeinsames Urteil der Regierungen der Alliierten bestraft werden. Der Gerichtsbarkeit der United Nations War Crimes Commission wurden sie mit dieser Erklärung entzogen, über ihre Bestrafung sollten die Alliierten entscheiden, also Großbritannien, die USA, die Sowjetunion und vielleicht noch Frankreich. Die Erklärung bildete die Grundlage für das Londoner Statut, welches die Rechtsgrundlagen und Prozessordnung des Internationalen und der amerikanischen Militärgerichtshöfe festlegte und somit die Basis für die Nürnberger Prozesse schuf. Das Londoner Statut (vollständiger amtlicher Titel: Londoner Viermächte-Abkommen vom 8. August 1945, auch Londoner Charta oder Nürnberger Charta legte Rechtsgrundlagen und Prozessordnung des Internationalen und der amerikanischen Militärgerichtshöfe fest, die für die Nürnberger Prozesse ins Leben gerufen wurden. Am 8. August 1945 wurde auf der Londoner Konferenz das Londoner Viermächte-Abkommen von Vertretern der Hauptalliierten des Zweiten Weltkriegs unterzeichnet. Das Statut des Internationalen Militärgerichtshofs war ein Annex dieses Abkommens.[1] Es wird heute als „Geburtsurkunde des Völkerstrafrechts“ angesehen.[2] In materiell-rechtlicher Hinsicht bildete das Londoner Statut die Basis des Kontrollratsgesetz Nr. 10, das die Justizbehörden der alliierten Militärregierungen der Strafverfolgung in den Nürnberger Nachfolgeprozessen zugrunde legten.
Das Statut baute auf der „Erklärung zu den deutschen Gräueltaten“ (Declaration of German Atrocities) auf, die auf der Moskauer Drei-Mächte-Konferenz im Oktober 1943 von den Vereinigten Staaten von Amerika, der Sowjetunion und Großbritannien unterzeichnet wurde. Das Gericht sollte für solche Kriegsverbrecher zuständig sein, „für deren Verbrechen ein geographisch bestimmter Ort nicht gegeben ist“. Andere Kriegsverbrecher sollten entsprechend der Moskauer Erklärung in die Länder überführt werden, in denen sie ihre Verbrechen begangen hatten, und dort vor nationale Gerichte gestellt werden.
Der Text des Statuts wurde von den Rechtsdelegationen der vier alliierten Mächte beraten, die unter der Führung des britischen Lordkanzlers Sir William Jowitt, der Sir David Maxwell Fyfe nach der Auflösung der Kriegsregierung Churchills ablöste, in London tagten. Die amerikanische Delegation wurde vom Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten Robert H. Jackson geleitet, die französische vom Richter am Pariser Cour de cassation Robert Falco. Der stellvertretende Vorsitzende des Obersten Sowjetischen Gerichtshofs Iona Nikittschenko war Leiter der sowjetischen Delegation und Kronanwalt Sir Hartley Shawcross der britische Delegationsleiter.
Das Londoner Statut wurde von den USA, der Sowjetunion und Großbritannien unterzeichnet, zusätzlich aber auch von der Provisorischen Regierung der Französischen Republik. Es sah eine Beitrittsmöglichkeit für weitere Länder der Vereinten Nationen vor.[3] Die vier Signatarmächte stellten auch je einen Richter für den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg, der den Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher führte.
Inhalt
Schon während des 2. Weltkriegs trafen sich die Alliierten und beschlossen nach dem Krieg, die Grenzen Deutschlands neu zu ziehen, was zur Vertreibung von Deutschen aus den abgetretenen Gebieten führte.
Für Deutschland einigten sich Stalin, Churchill und Roosevelt auf die Unterteilung in vier Besatzungszonen mit einem Alliierten Kontrollrat sowie auf eine umfassende Entmilitarisierung und Entnazifizierung.
Stalin hatte einer Beteiligung Frankreichs, dessen Vertreter weder nach Teheran noch nach Jalta eingeladen worden waren, nur widerstrebend zugestimmt.
Casablanca-Konferenz

v. l. n. r.: General Arnold, Admiral King, General Marshall, Admiral Pound, Air Chief Marshal Portal, General Brooke, Field Marshal Dill und Admiral Mountbatten
Die Konferenz von Casablanca war ein Geheimtreffen der Anti-Hitler-Koalition zwischen US-Präsident Franklin D. Roosevelt, dem britischen Premierminister Winston Churchill und den Combined Chiefs of Staff (CCS) während des Zweiten Weltkriegs. Sie wurde vom 14. bis zum 24. Januar 1943 in der marokkanischen Stadt Casablanca abgehalten.
Josef Stalin war zwar eingeladen, blieb der Konferenz aber mit der Begründung fern, dass er wegen der Einkesselung der deutschen 6. Armee in der Schlacht von Stalingrad, wo man seine militärische Führung benötige, die Sowjetunion nicht verlassen könne.
Roosevelt und Churchill legten zusammen mit ihren Stabschefs die weitere Kriegsführung gegen die Achsenmächte fest. Zum ersten Mal fühlten sich die Alliierten in der Lage, bestimmen zu können, wann und wo sie den Krieg auf das europäische Festland verlagern könnten.
Nordafrika war bereits weitgehend unter Kontrolle der Alliierten. Die Rote Armee kam mit ihren Offensiven im Donbecken weiter voran, nachdem die in Stalingrad eingeschlossenen Deutschen kurz vor der Kapitulation standen. Die USA hatten mit der Schlacht um Guadalcanal im Pazifikkrieg einen Wendepunkt gegen Japan erreicht.
Wo und wann die alliierten Streitkräfte am effektivsten gegen den Gegner eingesetzt werden könnten., Zur Wahl standen unter anderem eine Invasion Westeuropas noch im Jahr 1943 oder die Konzentration der Hauptbemühungen auf den Mittelmeerraum.
Der Seekrieg und speziell die Bekämpfung der U-Boote erhielt die höchste Priorität, um den Aufmarsch und die Versorgung zu sichern. Die Luftwaffe sollte künftig deutsche U-Boot-Werften (gefolgt von Flugzeugindustrie, Transportwegen, Ölraffinerien und anderen Kriegsindustrien) als vorrangiges Ziel angreifen.
Die Notwendigkeit zum weiteren und beschleunigten Bau von Begleitschiffen für die Geleitzüge wurde hervorgehoben. Die Geleitzüge nach Murmansk sollten wieder aufgenommen werden, um den Nachschub für die Sowjetunion zu steigern. Eine große Bomberoffensive sollte eingeleitet werden, wobei den Amerikanern Tagangriffe freigestellt wurden, denen die Briten kritisch gegenüber standen. General Brooke führte aus, dass der einzige Alliierte, der eine große Landstreitmacht im aktuellen Kampfgeschehen habe, die UdSSR sei.
Als Resultat der CCS-Konsultationen einigten sich die Oberbefehlshaber zusammen mit dem US-Präsidenten und dem britischen Premierminister darauf, zuerst den afrikanischen Krieg mit der Eroberung Tunesiens im Sommer 1943 zu Ende zu bringen, um die dort freiwerdenden Kräfte für die Anlandung an der italienischen Küste auf Sizilien einzusetzen (→ Operation Husky). Das war Teil eines Plans, Italien aus dem Krieg herauszubringen, die Straße von Sizilien für alliierte Konvois befahrbar zu machen (das sollte etwa 250 Frachtschiffe verfügbar machen, weil der Umweg um das Kap der Guten Hoffnung entfallen würde), deutsche Truppen von der Ostfront zu binden und eventuell die Türkei zum Kriegseintritt zu bewegen.[4][5] Die Invasion Westeuropas wurde auf 1944 verschoben, wobei sich die Briten noch die Option für einen kleinen Brückenkopf ab Ende 1943 vorbehielten. Die USA legten ihre Priorität für Soldaten und Material für die nächsten Monate vorerst auf einen Offensivplan im Pazifik, ohne jedoch bei einem entsprechenden sowjetischen Erfolg eine vorgezogene europäische Landungsoffensive aus den Augen zu verlieren. Der Roundup-Invasionsplan sollte in allen notwendigen Details weiter ausgearbeitet werden.
Schon vor der Konferenz hatte sich die Auffassung in Washington und London herausgebildet, dass der Krieg mit der Kapitulation der Feindmächte enden müsse. Beide Mächte waren sich schon vor der Konferenz in der Ansicht einig gewesen, dass man zumindest die Hauptmächte bis zur vollständigen Kapitulation bekämpfen müsse.
es erschien ratsam, der Sowjetunion zu versichern, dass man trotz der Verzögerungen bei der Bildung einer zweiten europäischen Front keine Arrangements mit dem Feind treffen würde. Auf der Konferenz wurde die Forderung nach der bedingungslosen Kapitulation auf einer Pressekonferenz öffentlich gemacht.
Roosevelt und Churchill wollten die Konkurrenz um die Führungsrolle im befreiten Frankreich beilegen und hatten dazu die beiden französischen Generäle Charles de Gaulle und Henri Giraud, eingeladen. De Gaulle weigerte sich auch gegen den Druck von Roosevelt, eine Vereinbarung zu treffen, und es kam nur zur Geste des Händeschüttelns für die Presse, aber zu keiner Übereinkunft zwischen Gaullisten und Petainisten.
Die Konferenz von Teheran, auch Eureka-Konferenz genannt, fand vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943 als erste Konferenz der Regierungschefs der drei Hauptalliierten der Anti-Hitler-Koalition im Zweiten Weltkrieg in Teheran, der Hauptstadt Irans, statt.
Bereits Ende 1943 wurde die Kriegskonferenz von Teheran abgehalten. Auf der von Teheran wurde im Herbst 1943, beschlossen dass parallel, US-amerikanische und britische Einheiten in Frankreich landen und von dort die deutschen Truppen angreifen und zurückdrängen sollten.

Für das Deutsche Reich einigte man sich auf die Unterteilung in vier Besatzungszonen, mit einem Alliierten Kontrollrat sowie auf eine umfassende Entmilitarisierung und Entnazifizierung.
Ebenfalls wurde die Westverschiebung des polnischen Staates von den Alliierten beschlossen.
Teilnehmer waren der US-Präsident Franklin D. Roosevelt, der britische Premierminister Winston Churchill, der sowjetische Staatschef Josef Stalin sowie ihre militärischen Berater.
Eine weitere Zusammenkunft der alliierten, fand bei der Konferenz von Jalta statt. Stalin hatte einer Beteiligung Frankreichs, dessen Vertreter weder nach Teheran noch nach Jalta eingeladen worden waren, nur widerstrebend zugestimmt. Seine Bedingung für eine französische Besatzungszone war, dass sie aus dem Bereich der geplanten amerikanischen und englischen Zonen gebildet würde und die sowjetischen Ansprüche somit unangetastet blieben.
Die Konferenz von Jalta, auch bekannt als Krim-Konferenz, war ein Treffen der „Großen Drei“ (USA, Großbritannien, Sowjetunion) vom 4. bis 11. Februar 1945 im Seebad Jalta auf der Krim. Wie schon zuvor in Teheran stand auch in Jalta zusätzlich die Frage nach einer bleibenden staatlichen Aufteilung des besiegten Deutschland zur Debatte. Während Stalin noch zu einer dauerhaften Aufgliederung Deutschlands tendierte, wollte Churchill diese Frage noch nicht eindeutig klären. Ihm erschien eine Unterteilung in kleine Einzelstaaten nicht erstrebenswert, da er befürchtete, der wirtschaftliche Wiederaufbau könne dadurch erschwert werden. Stalin verpflichtete sich zur Kriegserklärung gegen Japan und zu einem Bündnis mit China innerhalb von 90 Tagen nach der deutschen Kapitulation, die Zusage Stalins zur Kooperation bezüglich des gemeinsamen Aufbaus der UNO als internationale Friedensorganisation, konnte in Jalta erreicht werden.

werden. Die Alliierten beschlossen, Deutschland nach Kriegsende in Besatzungszonen einzuteilen.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Herrschaft verlor Deutschland seine staatliche Souveränität. Das Land wurde von den Siegermächten SOWJETUNION, USA, GROßBRITANNIEN UND FRANKREICH IN VIER BESATZUNGSZONEN aufgeteilt, die Hauptstadt Berlin in vier Sektoren.
Morgentauplan

Der im September 1944 erwogene sogenannte „Morgenthau-Plan“ der die Umwandlung Deutschlands zu einem Agrarstaat ohne Industrie vorsah, war bereits Ende 1944 verworfen worden.
Die Verhandlungen auf diesem nach der Konferenz von Teheran Ende 1943 zweiten Gipfeltreffen der „Großen Drei“ waren zwar auch von Einigkeit über grundsätzliche Ziele geprägt: Die schnelle Beendigung des Krieges und eine Entnazifizierung Deutschlands sahen alle Beteiligten als unbedingt notwendig an.
Stalin war vor allem daran interessiert, die ost- und südosteuropäischen Länder als sowjetische Interessensphäre anerkennen zu lassen und die Ostgrenze Polens zugunsten der Sowjetunion auf die sogenannte „Curzon-Linie“ (von Dünaburg über Brest nach Przemysi) festzusetzen. Unter der Voraussetzung, dass an einer provisorischen polnischen Regierung auch Nichtkommunisten und die Londoner Exilregierung beteiligt und freie demokratische Neuwahlen durchgeführt werden würden, stimmten Roosevelt und Churchill dieser Ostgrenze zu.
Die Festlegung der polnischen Westgrenze wurde vertagt, allerdings wurde Polen ein „beträchtlicher Gebietszuwachs“ als Kompensation für den Verlust seiner Ostgebiete zugesagt. Ein Hauptinteresse Roosevelts bei der Konferenz lag auch darin, die Sowjetunion zum Kriegseintritt gegen Japan zu bewegen, was in Form eines Geheimabkommens vertraglich abgesichert wurde.
Stalin war vor allem daran interessiert, die ost- und südosteuropäischen Länder als sowjetische Interessensphäre anerkennen zu lassen und die Ostgrenze Polens zugunsten der Sowjetunion auf die sogenannte „Curzon-Linie“ (von Dünaburg über Brest nach Przemysi) festzusetzen. Unter der Voraussetzung, dass an einer provisorischen polnischen Regierung auch Nichtkommunisten und die Londoner Exilregierung beteiligt und freie demokratische Neuwahlen durchgeführt werden würden, stimmten Roosevelt und Churchill dieser Ostgrenze zu.
Die Festlegung der polnischen Westgrenze wurde vertagt, allerdings wurde Polen ein „beträchtlicher Gebietszuwachs“ als Kompensation für den Verlust seiner Ostgebiete zugesagt. Am 17. Juli 1945 begann die Potsdamer Konferenz. Dort berieten die USA, Großbritannien und die Sowjetunion über die Nachkriegsordnung für Deutschland und Europa. Im Mittelpunkt stand: Deutschland musste entnazifiziert, entmilitarisiert, demokratisiert und dezentralisiert werden. Nicht in allen Punkten waren sich die Alliierten einig.
Großbritannien wurde durch Premierminister Winston Churchill (links im Bild) vertreten. Der neue amerikanische Präsident Harry S. Truman (Mitte) vertrat nach dem Tod seines Amtsvorgängers Franklin D. Roosevelt die USA, Josef Stalin (rechts) die Sowjetunion. Maßgeblich beteiligt waren auch die Außenminister.
Die Potsdamer Konferenz fand vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 im Schloss Cecilienhof am Jungfernsee statt, unweit der Stadtgrenze zu Berlin. Die Verhandlungsführer waren der US-amerikanische Präsident Harry S. Truman, der sowjetische Staatschef Josef Stalin sowie der britische Premierminister Winston Churchill, der am 28. Juli durch seinen Amtsnachfolger Clement Attlee abgelöst wurde. Am Verhandlungstisch saßen außerdem die Außenminister der jeweiligen Staaten: James Francis Byrnes für die USA, Wjatscheslaw Molotow für die Sowjetunion sowie Anthony Eden für Großbritannien, der später durch Ernest Bevin abgelöst wurde.

Den Vorsitz der Konferenz führte – auf Vorschlag Stalins – US-Präsident Truman. Bis zum 28. Juli fanden 13 Sitzungen statt. Am 2. August wurde das Abschlussprotokoll unterzeichnet, das oft als „Potsdamer Abkommen“ bezeichnet wird. Tatsächlich handelte es sich dabei um eine völkerrechtlich nicht bindende Willenserklärung.
Die Alliierten beschlossen, Deutschland nach Kriegsende in Besatzungszonen einzuteilen.
Aufteilung des Deutschen Reichs in 4 Zonen
4 Zonen

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Herrschaft verlor Deutschland seine staatliche Souveränität. Das Land wurde von den Siegermächten SOWJETUNION, USA, GROßBRITANNIEN UND FRANKREICH IN VIER BESATZUNGSZONEN aufgeteilt, die Hauptstadt Berlin in vier Sektoren.
Frankreich sollte den Beschlüssen folgend eine eigene Zone erhalten. Auch die künftige Ostgrenze Deutschlands wurde thematisiert, doch abermals gab es keine Einigung über Detailfragen – beschlossen wurde die polnischen Gebiete östlich der sogenannten Curzonlinie der Sowjetunion zuzusprechen. Einigkeit bestand darüber, Deutschland nach dem Krieg zu und für Kriegsschäden haftbar zu machen.
Nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands und der Berliner Erklärung vom 5. Juni, die die Einrichtung des Alliierten Kontrollrates und die Aufteilung in Besatzungszonen festlegte, begann am 17. Juli schließlich die Potsdamer Konferenz. In Potsdam bekräftigten die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs die in Jalta gefassten Beschlüsse und konkretisierten die politischen Grundsätze für ihren Link hat Vorschau-PopupInterner Link: Umgang mit dem besetzten Deutschland.
Zu den wichtigsten Beschlüssen gehören:
Potsdamer Beschlüsse,
Die Vier „D“:
Demilitarisierung, Denazifizierung, Dezentralisierung und Demokratisierung Deutschlands.
Die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen:
Jede der drei Siegermächte und Frankreich erhielten eine Zone.
Die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als neue Ostgrenze Deutschlands:
Dies bedeutete die Abtretung von deutschen Gebieten östlich dieser Linie an Polen und die Sowjetunion.
Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus diesen Gebieten:
Die „geordnete und humane“ Überführung der deutschen Bevölkerungsteile wurde beschlossen, was faktisch die Vertreibung festschrieb.
Die Reparationszahlungen:
Die Alliierten vereinbarten, dass Deutschland Reparationen leisten sollte, die hauptsächlich aus den jeweiligen Besatzungszonen erfolgen sollten.
Die Einrichtung des Alliierten Kontrollrats:
Dieses Gremium sollte die höchste Regierungsgewalt in Deutschland ausüben.
Die Potsdamer Konferenz war ein entscheidender Schritt bei der Gestaltung der Nachkriegsordnung und hatte weitreichende Auswirkungen auf Deutschland und Europa. Die Beschlüsse wurden im Potsdamer Abkommen festgehalten und waren bis zum Zwei-plus-Vier-Vertrag im Jahr 1990 gültig.
Der „Viermächte-Status“ Österreichs bezieht sich auf die Zeit von 1945 bis 1955, als Österreich von den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs (Sowjetunion, USA, Großbritannien und Frankreich) in vier Besatzungszonen aufgeteilt und gemeinsam verwaltet wurde.
Diese Zeit endete mit der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags 1955 und dem Abzug der alliierten Truppen, wodurch Österreich seine volle Souveränität erlangte.
Der Zweite Weltkrieg endete auch in Österreich offiziell durch die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai.
So nahm man in der Unabhängigkeitserklärung vom 27. April darauf Bezug, dass 1943 in der Moskauer Deklaration der Alliierten das Ziel angeführt war, dass Österreich […] von deutscher Herrschaft befreit werden soll. Man zitierte den Passus, dass Österreich für die Beteiligung am Krieg Verantwortung trägt und dass „bei der endgültigen Regelung unvermeidlich sein eigener Beitrag zu seiner Befreiung berücksichtigt werden wird“.
Die Begriffe Besetzung, Besatzungszonen und Besatzungssektoren wurden ab Sommer 1945 in der militärischen und politischen Praxis der Alliierten verwendet und gelten in Österreich bis heute synonym für die Jahre von 1945 bis 1955. Die in der Moskauer Deklaration genannte endgültige Regelung wurde 1955 mit dem Staatsvertrag der vier Alliierten mit Österreich getroffen.
Eine Amnestie für Gewalttaten im Zusammenhang mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Österreich trat bis Ende 1945 in Kraft.

Auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 setzte Josef Stalin die Abtrennung der bereits 1939 bis 1941 sowjetisch besetzten polnischen Ostgebiete an die Sowjetunion durch.
Ostpolen war im Zuge des Friedensvertrags von Riga 1921 polnisch geworden.
„Die Vertreibung der Sudetendeutschen aus der angestammten Heimat von 1945 bis 1947 und die fremdbestimmte Aussiedlung nach dem Zweiten Weltkrieg widersprach nicht nur der in der Atlantik-Charta und dann in der Charta der UN verheißenen Selbstbestimmung, sondern die Vertreibung der Sudetendeutschen ist Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die nicht verjährbar sind.“
Die Besatzungsmächte beschlossen nach Ende des Zweiten Weltkrieges, einen internationalen Gerichtshof einzuberufen, in dem die NS-Hauptkriegsverbrecher angeklagt werden sollen.
Der Beginn einer Erinnerungskultur
Erst seit den 1970er-Jahren vertieften Schulen und andere Bildungseinrichtungen, die Medien und die Forschung die Kenntnisse über den Holocaust. Inzwischen ist mehr Wissen über die Zeit des Nationalsozialismus vorhanden – trotzdem scheuen sich auch heute noch viele, genau nach dem Verhalten der Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern in jener Zeit zu fragen.
Wiedergutmachung gegenüber Israel und den Juden.

Neben der Frage nach dem Umgang mit der NS-Belastung im eigenen Land bildete das Verhältnis zum Judentum und zum jungen Staat Israel von Beginn an den zweiten großen vergangenheitspolitischen Prüfstein. Nun setzte er gegen vielfältige Widerstände in der eigenen Parteienfamilie und bei den Koalitionspartnern FDP und DP mit dem Luxemburger Abkommen vom 10. September 1952 erste Wiedergutmachungsleistungen durch. Die Ratifikation durch den Bundestag erfolgte mit den Stimmen der SPD. In dem Vertrag mit Israel verpflichtete sich die Bundesrepublik zu Zahlungen und Warenlieferungen von drei Milliarden DM; weitere 450 Millionen DM für die Claims Conference sollten zur Unterstützung, Eingliederung und Ansiedlung außerhalb Israels lebender jüdischer Flüchtlinge dienen.
Das Wiedergutmachungsabkommen galt Adenauer als Gebot politischer Klugheit, kam ihm doch „eine außenpolitisch überragende Bedeutung zu“. Die parlamentarische Beschlussfassung, die zeitlich in Verbindung mit dem Deutschland- und EVG-Vertrag erfolgte, war, so Adenauer vor seinem Kabinett, „für das deutsche Ansehen in der Welt von besonderer Wichtigkeit“. Es sollte aus Sicht des Kanzlers zur politischen Rehabilitation der Deutschen beitragen und damit für die Bundesrepublik die Tür zur Völkergemeinschaft aufstoßen. Dem Kanzler selbst brachte es im Ausland den Ruf als durchsetzungsfähiger Politiker ein.
Allerdings war das Luxemburger Abkommen mehr als nur ein politisches Instrument. Die „ungeheuren Verbrechen“ begründeten für Adenauer auch eine „tiefe moralische Pflicht“. Das bescheinigten ihm selbst seine politischen Kritiker. Im Rückblick bilanzierte Adenauer in einem Interview: „Man kann Blut nicht mit Geld aufwiegen, aber die Summen […] haben doch vielen Leuten geholfen. Und vielleicht auch eine schwache Brücke des Verständnisses zwischen dem deutschen und dem jüdischen Volk erbaut.“ Vor diesem Hintergrund baute er zum israelischen Ministerpräsidenten David Ben-Gurion gar eine politische Freundschaft auf. Bei seiner Reise nach in Israel im Mai 1966 wurde Adenauer zwar hohe Anerkennung für seine Bemühungen um die Versöhnung entgegengebracht, zugleich führte der Besuch dem 90-Jährigen noch einmal sehr eindrücklich die große Last der Vergangenheit vor Augen.
Nach ihrer Gründung im Jahre 1951 konzentrierte sich die Jewish Claims Conference darauf, bedürftige Überlebende durch zahlreiche soziale Dienste zu unterstützen und die jüdischen Gemeinden Europas wiederaufzubauen.
Die Claims Conference verwaltet Programme für direkte Zahlungen an bestimmte berechtigte Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung gemäß den Richtlinien der Bundesregierung hinsichtlich des Verfolgungsschicksals und des heutigen Wohnsitzes.
Die Claims Conference und die World Jewish Restitution Organization (WJRO) haben mit Regierungen und jüdischen Gemeinden rund um den Globus Gespräche über die Restitution von jüdischem Kunst- und Kulturbesitz aufgenommen, der während des Holocaust verloren ging oder geraubt wurde.
Dabei wollen die Claims Conference/WJRO keineswegs die Vertretung im Einzelfall übernehmen. Vielmehr betrachten beide Organisationen ihr Engagement für die Identifizierung und Rückgabe von geraubten jüdischen Kulturgütern als folgerichtige Fortsetzung ihres Engagements bei Restitution von anderen geraubten jüdischen Vermögenswerten wie etwa Immobilienvermögen und Versicherungspolicen.
